Die kurze Geschichte der Reichsarbeitsgemeinschaft

Von Volker Lechler

Veröffentlicht in: Gnostika. Zeitschrift für Symbolsysteme. 17. Jg. Heft 52 (Mai 2013) S. 59-77 und Heft 53 (November 2013) S. 43-55.

Einladungsschreiben

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Die Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“ sorgte vor allem in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts für Furore, hier allerdings in Kreisen der Verschwörungstheoretiker, unter dem irrtümlichen Namen „Vril-Gesellschaft“1. „Vril“ steht hierbei für eine geheimnisvolle „Urkraft“, „Raumkraft“ und „Lebensenergie“2. Der Vril-Mythos hat seinen Ursprung in einem Buch von Lord Bulwer-Lytton (1803-1873) mit dem Titel The Coming Race, welches erstmals 1871 in London erschien.
Im Mittelpunkt des von alchemistischen und rosenkreuzerischen Gedanken durchzogenen Romans steht ein vermögender, junger Amerikaner, der zufällig bei einem Unglück in einem Bergwerk in die Welt der „Vrilya“ gelangt. Die „Vrilya“ein unter der Erde lebendes Volk, entpuppt sich für den Protagonisten des Romans als hochstehende Rasse, deren zivilisatorische Errungenschaften denen der Völker auf der Erde bei weitem überlegen sind.

Nach ihrer eigenen Überlieferung hatten die Vorfahren der „Vrilya“ einst selbst auf der Erdoberfläche gelebt. Doch durch die Folgen gewaltiger Naturkatastrophen, die in der Geschichte der Menschheit als Sintflut bezeichnet worden sind, seien ihre Ahnen gezwungen gewesen, in Berghöhlen Schutz vor den Unbilden der Natur zu suchen. Von da aus sei es ihnen gelungen, immer tiefer in die Tiefen der Erde vorzudringen. Sie entdeckten auf ihren Expeditionen einen ihnen unbekannten, andersartigen Lebensraum und im Laufe der Zeit eine geheimnisvolle und mächtige Naturkraft – das „Vril“. Was die „Vrilya“ darunter verstanden, erläuterte Bulwer-Lytton durch seinen Romanhelden mit den Worten:

„Ich würde es Elektrizität nennen, doch begreift es viele andere Naturkräfte in sich, die in unserer wissenschaftlichen Sprache verschiedene Namen haben, wie Magnetismus, Galvanismus usw. Dieses Volk hier glaubt, daß Vril alle Naturkräfte in sich vereinigt, deren Vorhandensein viele unserer Philosophen vermutet haben. […] Diese unterirdischen Philosophen behaupten, daß sie durch eine Anwendung des Vril, den Faraday vielleicht atmosphärischen Magnetismus nennen würde, die verschiedene Temperatur, mit einfachem Worte: das Wetter beeinflussen können; daß sie durch eine andere, dem Mesmerismus, der Elektro-Biologie und anderen Kräften verwandte Operationen mit wissenschaftlichem Verständniß durch Vril-Leiter auf Geist, animalische und vegetabilische Körper einen Einfluß ausüben können, der noch von keiner Fabel unserer Mystiker erreicht worden ist. Für alle diese Wirkungen haben sie die allgemeine Benennung Vril.“3

„Vril“ kann dabei Heilmittel sein, das dem Organismus erlaubt, das organische Gleichgewicht wiederherzustellen. Zugleich aber kann es auch vernichtend wirken, so z.B. wenn es eingesetzt wird, um massive Felsen zu zerstören. Mit Hilfe von „Vril“ erzeugen die „Vrilya“ künstliches Licht, beherrschen die Levitation schwerster Gegenstände, heilen und können damit sogar Fluggeräte betreiben4.
In Bulwer-Lyttons Roman kann der junge Amerikaner schließlich aus dem Reich der „Vrilya“ entkommen. Doch bis an sein Lebensende wird er von Schreckensvisionen geplagt, in denen die der Menschheit technologisch weit überlegenen „Vrilya“ ihr unterirdisches Reich verlassen und auf der Erdoberfläche erscheinen.
Die ominöse Vril-Kraft eignete sich daher perfekt als Grundlage für Spekulationen.

reichsarbeitsgemeinschaftDie Entstehung des Vril-Mythos in moderner Zeit verdanken wir vornehmlich zwei französischen Autoren: Louis Pauwels (1920-1997) und Jacques Bergier (1912-1978). Ihr 1960 in Paris erschienenes Werk Le Matin des Magiciens – Introduction au Realisme Phantastique5 lieferte den Nährboden für Spekulationen. Pauwels und Bergier standen jedoch in dem Ruf, nicht selbst zu forschen, sondern nur bereits publizierte Ergebnisse zusammenzufassen (und dabei auch zahlreiche Fehler zu übernehmen und ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen). Den zweiten Hauptteil ihres Werkes überschrieben sie mit „Einige Jahre im absoluten Anderswo“.
Sie betrachten darin obskure, geistesgeschichtliche und pseudowissenschaftliche Entwicklungen des 19. und 20. Jahrhunderts. In ihren diesbezüglichen Darstellungen fanden auch angebliche esoterische bzw. okkulte Hintergründe des Nationalsozialismus ihren Platz.
Für uns ist hier in erster Linie ihre sehr eigenwillige Darstellung von Dr. Willy Ley (1906-1969) von Bedeutung, der als Raketentechniker angeblich 1933 aus Deutschland in die USA geflohen war6,. Von ihm wollen die Autoren erfahren haben, „daß kurz vor dem Aufkommen des Nationalsozialismus in Berlin eine kleine Gemeinschaft existierte“, die sich „Die Loge der Brüder vom Licht“ oder „Vril-Gesellschaft“ genannt habe7. Die ideengeschichtliche Grundlage dieser „Geheimgesellschaft“ sei Bulwer-Lyttons Werk The Coming Race gewesen.
Eines der bekannteren Mitglieder soll der Geograph Karl Ernst Haushofer (1869-1946) gewesen sein. Haushofer kannte Rudolf Heß (1894-1987), da dieser bei ihm studierte hatte und über diesen Adolf Hitler selbst. In der Verschwörungsliteratur wird daraus gerne ein Konstrukt erstellt, dass Haushofer Einfluss auf Hitler gehabt habe, was aber aufgrund der Quellenlage nicht zu belegen ist8.

Pauwels und Bergier berufen sich bei ihren phantasievollen Ausführungen auf einen Artikel von Willy Ley, der 1947 in dem amerikanischen Magazin Astounding Science Fiction mit dem Titel Pseudoscience in Naziland erschienen war. Nur nennt Ley darin gar nicht die Namen „Vril-Gesellschaft“ ebenso wenig wie „Brüder des Lichts“, sondern er nennt die Gruppe nur „Wahrheitsgesellschaft“9. Die beiden Autoren verstanden es in ihrem Werk Aufbruch ins dritte Jahrtausend die kurzen Stellungnahmen Leys so auszuschmücken, dass sie das Bild einer geheimnisvollen und mit der Führungsspitze der NSDAP aufs engste verwobenen „Vril-Gesellschaft“ konstruierten. Dem Beispiel von Pauwels und Bergier folgten immer mehr Autoren, die sich bemüßigt fühlten, Leys knappen Bericht noch phantasievoller oder grotesk auszuschmücken.

Ein Beispiel dafür ist der britische Autor Trevor Ravenscroft, der in seinem 1972 in London erstmals erschienenen Werk The Spear of Destiny (Deutscher Titel: Der Speer des Schicksals) noch mehr zur Legendenbildung beitrug.

„Nachdem er [Karl Haushofer] Adolf Hitler auf der Festung Landsberg in „Die Heimliche Lehre“ eingeweiht hatte, wurde Haushofer die führende Persönlichkeit in einer heimlichen Gesellschaft, die in Berlin gegründet wurde und sich „Vril“ oder die „Leuchtende Loge“ nannte. Zu diesem exklusiven satanischen Kreis hatte nur Zutritt, wer einen bestimmten höheren Grad der Einweihung in „Die Heimliche Lehre“ nachweisen konnte.
Die „Leuchtende Loge“ sammelte ihre Mitglieder nicht nur aus den führenden okkulten Bewegungen Europas, sondern zog auch Eingeweihte aus allen Gegenden der Welt an sich, so aus Tibet, Japan, Indien, Kaschmir, Turkestan und Ceylon. In der Hauptniederlassung der Gesellschaft in Berlin saßen tibetische Lamas, japanische Buddhisten und Angehörige anderer orientalischer Sekten Schulter an Schulter zusammen mit früheren Studenten von Gurdjieff, Mitgliedern verschiedener obskurer Rosenkreuzerorden, früheren Angehörigen der Pariser Loge „Golden Dawn“ und zweifelhafte Personen von Aleister Crowleys „Ordo Templi Orientis“. […] Die ersten Nachrichten über „Vril“ sickerten in die westliche Welt, als Willi Ley, der Raketenexperte, 1933 aus Deutschland floh. Nach Leys Aussagen glaubten die Schüler Haushofers, daß sie nahe daran seien, einem Geheimnis auf die Spur zu kommen, das sie in die Lage versetzte, eine Mutation in der arischen Rasse hervorzubringen. Unter anderem erzählte er Einzelheiten über ihre seltsamen Meditationen und die Art der Übungen, denen sie sich unterwarfen, um übermenschliche Fähigkeiten der Konzentration und des clairvoyanten Sehens zu entfalten. […] Vril ist der alte Name für die enormen Energiequellen, die im Menschen erschlossen werden können, wenn sein ätherischer Leib oder sein Zeitorganismus erweitert wird. Leys Berichte, daß die Eingeweihten des Vrils zahllose Stunden in stiller Betrachtung von Samen, Blättern, Blumen, ja, entzwei geschnittenen Äpfeln, verharrten, trafen voll und ganz zu. Tatsächlich studierten die Mitglieder der Loge die Gesetze der pflanzlichen Metamorphose, die in Europa von Goethe aufgestellt waren.“10

Das faszinierende von Ravenscrofts Ausführungen ist, dass sich in Willy Leys Beschreibungen der Berliner Gemeinschaft nichts von alledem findet. Ley erwähnte in seiner Beschreibung der Berliner „Wahrheitsgesellschaft“ und ihrer Suche nach dem Vril weder den Namen Haushofer noch „übermenschliche Fähigkeiten der Konzentration“ geschweige denn „clairvoyantes Sehen“. Alles in allem legen die phantasiebegabten Äußerungen Ravenscrofts den Schluss nahe, dass er die Originalquelle von Ley gar nicht kannte, sondern sich nur auf Sekundärliteratur stützte und diese ganz nach seinem Geschmack ausschmückte.

Ein weiteres Beispiel der realitätsfernen Darstellung des Sachverhalts ist das Buch des britischen Autors Gerald Suster. Sein 1981 erschienenes Werk Hitler. Black Magician enthält sogar die Behauptung, dass neben wichtigen Führungspersönlichkeiten der nationalsozialistischen Machtelite, Adolf Hitler selbst Mitglied der „Vril-Gesellschaft“ gewesen sei. Suster schlussfolgerte, die 1933 erfolgte Machtergreifung der NSDAP sei in Wahrheit der „Triumph of the Vril“11 gewesen.

Die Aufzählung der Autoren, die dem „Vril-Mythos“ huldigen, könnte noch länger fortgeführt werden, nur würde dies den Rahmen dieses Aufsatzes sprengen. Man muss jedoch feststellen, dass manche Autoren über die „Vril-Mysterien“ mit Unterstellungen, Fälschungen, Übertreibungen, Fehldeutungen und reichlich Phantasie arbeiten.

Um uns nicht selbst in den zahlreichen Spekulationen zu verlieren, begeben wir uns erst einmal auf historische Spurensuche. Soviel sei vorweg schon einmal verraten, die Vril-Gesellschaft existierte tatsächlich für kurze Zeit gegen Ende der Weimarer Republik. Doch ihre damalige korrekte Bezeichnung lautete nicht, wie vermutet, Vril-Gesellschaft, sondern vielmehr Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“. Wieso sie später unter dem irrtümlich verwendeten Namen Vril-Gesellschaft bekannt wurde, ist leicht zu erklären. Die in Berlin in den frühen dreißiger Jahren existente Gesellschaft beschäftigte sich tatsächlich mit der Entwicklung und Umsetzung einer energetischen Konzeption, die um den Begriff „Vril“ kreiste.
Man weiß bis heute wenig über deren Mitglieder, doch zwei Personen, die man als Protagonisten der Arbeitsgemeinschaft bezeichnen kann, sind durchaus bekannt. Der eine, der nach außen hin auftretende Kopf der Gemeinschaft, war Johannes Täufer, dessen bürgerlicher Name Hans Janik lautete. Janik war am 27. Juli 1892 im tschechischen Nickolsburg zur Welt gekommen. Ihm wurde nachgesagt, er beherrsche die Suggestion und Hypnose, sei vor 12.000 Jahren Oberpriester gewesen und habe in Tibet Opferaltäre errichtet. Janik meinte von sich selbst, dass es seine Mission sei, Deutschland zu retten12.
Der andere, mehr im Hintergrund agierende Drahtzieher und Geschäftsführer der Gemeinschaft, war Otto Wilhelm Barth (geb. 25.9.1882 – 19?). Barth, Sohn eines angesehenen Leipziger Buchhändlers, war künstlerisch interessiert und beschäftigte sich schon früh mit philosophischen und religiösen Themen. In Leipzig, seiner Geburtsstadt, war er Mitglied der theosophischen Gesellschaft (Internationale Theosophische Verbrüderung oder kurz: I.T.V.). Zeitweise engagierte er sich künstlerisch bei deren Abendveranstaltungen. In allen Programmen, bei denen seine Mitwirkung aufgelistet ist, trat er als „Schauspieler“, genau genommen als „Schauspieler des Leipziger Schauspielhauses“, auf. Er rezitierte bei musikalischen Vortragsabenden in den Jahren 1906-1908 u.a. Dante Der Berg der Läuterung, Goethe Prolog im Himmel (Faust) und Byron Manfred I. Akt13. Nach 1908 taucht O. W. Barths Name nicht mehr in den Listen als Vortragender bei den Veranstaltungen auf.
Seine Schauspielerei hat Barth irgendwann an den Nagel gehängt und sich einem verwandten Metier zugewandt. Er betrieb in der Leipziger Wurznerstraße 103 einen „Bühnenvertrieb“ und den „Otto Wilhelm Barth-Verlag“14. Vermutlich im Jahr 1920 verließ Barth Leipzig, um sich als Buchhändler in München niederzulassen. Es stand ihm jedoch auch in der bayerischen Hauptstadt mehr der Sinn nach einem eigenen Verlag bzw. eigenen Verlagen, denn es nicht blieb nicht bei einem Verlag. Streng genommen könnte man Barth als rührigen Verlagsgründer bezeichnen. War es damals in den okkulten Kreisen, in denen Barth sich bewegte, gang und gäbe unterschiedliche okkulte Gesellschaften, Vereine oder Logen zu gründen, so zeigte sich Barth in der Gründung seiner Verlage sehr erfinderisch. Nach seinem Leipziger Verlag gründete er an seinem neuen Wohnort in München den Jati-Verlag, mit Sitz in der Isabellastraße 23. In einem Brief an den Theosophischen Kultur-Verlag in Leipzig kündigte Barth 1921 eine geschäftliche Neuerung an. In dem Schreiben heißt es wörtlich:

„Im März eröffnen wir in München, Schellingstr. 61 eine Sortimentsabteilung unter dem Namen Asokthebu als Spezialbuchladen für Okkultismus, Astronomie, Astrologie, Theosophie, Mystik, Religionsphilosophie und verwandte Gebiete. Eröffnung ist am 29. März 1921.“

Unterzeichnet war der Brief von Barth, versehen mit dem Stempel des Jati-Verlages15. Offizieller Termin war dann nicht der 29. März, sondern der 1. April 1921, wie den Angaben des Adressbuches des Deutschen Buchhandels zu entnehmen ist. Der Asokthebu Verlag war aber noch mehr als nur eine Sortiments-, Antiquariats- und Verlagsbuchhandlung. Er wurde zur Geschäftsstelle der Lotus-Gesellschaft und Herausgeber der okkulten Zeitschrift Lotusblätter.
Parallel zum Asokthebu Verlag gründete Otto Wilhelm Barth zusammen mit dem Geisteswissenschaftler und vormaligen Lektor des Leipziger Wolkenwanderer Verlags Fritz Werle (1899-1977) am 30. Dezember 1924 den “Otto Wilhelm Barth-Verlag, Gesellschaft mit beschränkter Haftung”16. Werle trug die finanzielle Hauptlast des Unternehmens und brachte 4.000 Reichsmark als Einlage ein. Barths Anteil hingegen belief sich auf 1000 Reichsmark, die er aber nur in Form von Verlagsrechten17 investierte. Was nicht sonderlich verwundert, wenn man weiß, dass Barth immer wieder in großen finanziellen Schwierigkeiten steckte18. Schon am 9. Juni 1925 kam ein weiterer Gesellschafter namens Hermann von Glenck in den Verlag hinzu. Nur ein knappes halbes Jahr später versuchten Glenck und Werle O. W. Barth aus dem nach ihm benannten Verlag zu drängen. In einem Brief vom 3.1.1926 schrieben die beiden:

„Nachdem Sie durch Ihre anhaltende Krankheit an der Verrichtung Ihrer Dienste bei unserer Firma verhindert sind, heben wir hiermit das mit der Gesellschaft eingegangene Dienstverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist ab sofort auf. […] Weiterhin erfuhren wir, dass Sie anderweitige Dienste leisten. Sie haben deshalb die Ihnen nach § 60 HGB obliegende Verpflichtung verletzt. Auch in diesem Sinne gilt unsere Kündigung.“19

Bei den anderweitigen Diensten, die Barth nebenher leistete, dürfte es sich um die Geschäftstätigkeit im Asokthebu Verlag gehandelt haben. Denn das würde erklären, warum Barth seine Frau im Jahr 1925 als neue Eigentümerin eintragen ließ. Diese Handlung hat die Situation jedoch nicht entschärft. Ob Otto Wilhelm Barth in der Folge sein Amt als Geschäftsführer des O. W. Barth-Verlags niedergelegt hat, wie es im ursprünglichen Text des Briefes an das Handelsgericht heißt, oder ob er als Geschäftsführer “abberufen” wurde, wie die korrigierte Fassung lautet, ist letztendlich gleichgültig. Barth selber schilderte die Situation mit wenigen Worten auf einer Postkarte an Max Staack20:

„Misstimmungen mit meinem Teilhaber Werle (Pansophiegegner von Anfang an) veranlassen mich jetzt aus dem Verlag O. W. Barth-Verlag GmbH Planegg auszutreten. Herr W[erle] hat mich ausserordentlich enttäuscht und ich kann nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten.“21

Was auch immer die Gründe gewesen sein mögen, die Folge war Barths Ausschluss oder Austritt aus dem nach ihm benannten O. W. Barth-Verlag im März 192622. Gegenüber dem Autor, Freimaurer und Ordensgründer Dr. Paul Köthner (1870-1932) erklärte Barth in einem Brief:

„Mit dem Verlag meines Namens Otto Wilhelm Barth-Verlag GmbH in Planegg habe ich nichts mehr zu tun. Nach langen Kämpfen bin ich am Anfang Juli ds. Jahres ausgetreten. Es existiert nun noch mein alter Verlag mit meinem Namen. Leider gelang es mir nicht eine Namensänderung zu erzielen. […] Jedenfalls sind Verwechslungen zu vermeiden und mit der Planegger Produktion habe ich nichts zu tun.“23

Auf die neuen Inhaber war Barth offensichtlich nicht gut zu sprechen. Köthner gegenüber ließ er wissen, er wolle mit „diesen Herren nichts mehr zu tun haben“.
Im Jahr 1927 startete O. W. Barth dann sein ehrgeiziges Unterfangen einer neuen, monatlich erscheinenden, alchemistischen Fachzeitschrift. Ihr Titel lautete:

„Alchemistische Blätter. Erstes deutsches Fachblatt für alle Gebiete der Alchemie. Monatsschrift für das Gesamtgebiet der Hermetischen Wissenschaften in alter und neuer Zeit. Organ verschiedener Alchemistischer Gesellschaften, Logen, Schulen.24“

Barth war Herausgeber und Inhaber zugleich. Die Zeitschrift war konzipiert als Organ der „Alchemistischen Gesellschaft in Deutschland“. Barth konnte namhafte Zeitgenossen als Autoren für seine Publikation gewinnen. So erschienen u.a. Arbeiten von Jollivet Castelot (in deutscher Übersetzung), von Dr. Ernst Darmstaedter25, Albert Herba (d.i. Hermann Baumann), Dr. Ferdinand Maack (1861-1930), Alfred Müller, Dr. Franz Spunda (1890-1963) und Oswald Wirth (1860-1943). Sie alle lieferten Beiträge für den ersten Jahrgang. Besonders hervorzuheben ist ein Aufsatz des berühmten Kabbala-Forschers Gershom Scholem (1897-1981), den man auf den ersten Blick in dieser Zeitschrift nicht erwartet hätte. Der Titel des Aufsatzes lautete Alchemie und Kabbala. Ein Kapitel aus der Geschichte der Mystik.26
Desweiteren war von dem „bisher unbekannten kleinen Kreise sehr ernst zu nehmender Forscher und Praktiker“, wie sich die Verantwortlichen der Alchemistischen Blätter selbst zu nennen pflegten, zusätzlich eine Alchemistische Rundschau geplant. Rundschauen, die Einblick in die Arbeiten und die Bewegung im In- und Ausland vermitteln sollten, waren zur damaligen Zeit sehr beliebt. Man fand dieses Stilmittel in fast jeder Zeitschrift. In unserem Fall kam die Rundschau jedoch nicht über den Planungszustand hinaus.
Das ambitionierte Unterfangen einer alchemistischen Fachzeitschrift kam schon im ersten Jahr des Erscheinens (1927/1928) in schwierige wirtschaftliche Verhältnisse. Im letzten Heft (Nr. 10/12) des ersten Jahrganges monierte Barth:

“Der erste Jahrgang der Alchemistischen Blätter ist nunmehr beendet. Von den deutschen Abonnenten ist mir die erwartete Unterstützung fast ganz ausgeblieben. Wenn jeder bisherige Abonnent wie in Mitteilung 1 gesagt, einen einzigen neuen Abonnenten gebracht hätte, wären die Herstellungskosten gedeckt. Das Interesse für die Alchemistischen Blätter ist im Auslande größer als in Deutschland.”27

Über die Gründe, warum zwischen dem ersten und zweiten Jahrgang eine Lücke von fast zwei Jahren entstand, kann nur gerätselt werden. Barth selbst bietet keine Erklärung dafür. Möglicherweise spielten der Konkurs und der daraufhin erfolgte zwangsweise Verkauf des Asokthebu Verlags im Jahr 1927 eine Rolle. Barths finanzielle Sorgen sind durch einen Brief von dem Gründer der Fraternitas Saturni Eugen Grosche an Martha Küntzel, Theosophin und Aleister Crowley-Anhängerin, dokumentiert. Grosche schreibt über Barth:

„Er zieht jedenfalls aus einem möblierten Zimmer in das andere und befindet sich in so schlechten Verhältnissen, dass er sogar auf der Strasse bei einem Schnellphotographen Dienst tut“ 28.

Barth scheint jedoch im selben Jahr wieder eine Anstellung gefunden zu haben. Denn von Grosche stammt auch der Hinweis, dass Barth „Manager“ von der Zeitung Neue Wege geworden sei29.

Das Themengebiet Alchemie lässt Barth trotz all der Schwierigkeiten nicht los. Im Februar 1930 wirbt er im Anzeigenteil der Zeitschrift Hain der Isis für seinen neuen 16seitigen Prospekt Das alchemistische Problem. Der Zugang zur magischen Welt30. Im selben Jahr gelingt es ihm, endlich den zweiten Jahrgang seiner alchemistischen Zeitschrift herauszugeben. Vielleicht um auch nach außen hin die ungewöhnliche Zeitspanne in der Abfolge der Jahrgänge zu dokumentieren, entschieden sich die Mitglieder der Alchemistischen Gesellschaft den Namen der Zeitschrift zu Beginn des zweiten Jahrganges in Archiv für alchemistische Forschung umzuwandeln. Doch das alles half nichts. Das Interesse an einer alchemistischen Zeitschrift war einfach nicht groß genug. Bereits nach dem zweiten Heft, das nun von Anfang an nur alle zwei Monate erscheinen sollte, musste das Erscheinen der Zeitschrift mangels Mitglieder und Käufer endgültig eingestellt werden. Doch bevor es dazu kam, erschien am Ende des ersten Hefts des zweiten Jahrgangs eine unscheinbare, aber dennoch sehr wichtige, kurze Mitteilung unter der Rubrik “Notizen aus der Bewegung”. Es war der Hinweis auf die geheimnisvolle Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“. O. W. Barth, als Geschäftsführer der Gemeinschaft, notierte dazu:

„Die Gemeinschaft ist absolut unpolitisch und unparteiisch. Jeder „Suchende“ ohne Unterschied des Geschlechts und seiner sozialen Stellung ist willkommen.“

Als eine Art Programmschrift veröffentlichte die Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“ die Schrift:

„Vril. Die Kosmische Urkraft. Wiedergeburt von Atlantis.“ Von Johannes Täufer. Herausgegeben im Auftrage der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“, Zentralbüro Berlin W 57, Pallasstr. 7.

Verleger dieser Schrift war erstaunlicherweise nicht O. W. Barth, sondern der damals bekannte Verleger Wilhelm Becker. Dieser hatte 1923 einen vornehmlich auf Astrologie spezialisierten Verlag ins Leben gerufen, der sich im Laufe der Jahre gut am Markt etabliert hatte. Warum Becker die Vril-Schrift publizierte und nicht O. W. Barth ist nicht ganz klar. Möglicherweise war dieses in Astrologen- und Okkultisten-Kreisen bekanntes Unternehmen besser geeignet, ein breiteres Publikum anzusprechen. In Beckers Verlag erschien zudem eine Fachzeitschrift mit dem Titel Die Astrologie. Im April-Heft 1930 dieser Zeitschrift steht über das von Johannes Täufer (d.i. Hans Janik) verfasste Werk Vril. Die kosmische Urkraft. Wiedergeburt von Atlantis folgende Verlagswerbung:

„Diese Aufsehen erregende Schrift wird das Interesse aller denkenden Kreise erwecken, denn die darin angezeigte Wiederentdeckung des Vril, der kosmischen Urkraft dürfte geeignet sein, das gesamte Wirtschaftsleben und die allgemeinen Verhältnisse Deutschlands von Grund auf zu revolutionieren. Die Vrilkraft war es, welche das untergegangene Atlantis auf eine derart hohe Kulturstufe brachte wie unsere heutige Menschheit sie noch lange nicht erreicht hat. Die gemachten Andeutungen sind geradezu fabelhaft und die erwähnte Urkraft ist ganz dazu geeignet, das deutsche Volk aus den Nöten der Jetztzeit einer besseren Zukunft entgegen zu führen.31“

Nur einen Monat später erschien in dergleichen Zeitschrift eine blumige Rezension des Werkes.

„Vril“ – Klang dieses Wortes und unvorstellbare Erinnerungen an fern verklungene Zeiten. Ein Märchen, doch vielleicht bald kein Märchen mehr! Wenn Du nur willst, lieber Leser, sehr bald reale Wirklichkeit. Wie zauberhaft hört sich das an! Verweilen wir darum etwas bei diesem Ausblick. Vertiefen wir uns in seine Romantik, sehen wir zu, wie es mit seiner Verwirklichung steht! Das vorliegende Büchlein gibt uns Aufschluß. Es führt uns zunächst zurück in die Zeiten ältester Kultur, unsere Gedanken hinlockend auf die heute noch bestaunten Wunderwerke damaliger Technik, deren Zustandekommen auf Grund unserer heutigen physikalischen Erkenntnisse uns immer unerklärlich bleiben würde, wenn wir nicht aus den Hinweisen alter rhetorischer Überlieferungen, in der den Atlantiern noch zur Verfügung stehenden Urkraft – dem Vril – eine Erklärung dafür finden könnten. Atlantis ist untergegangen, das Geheimnis der Nutzbarmachung der schöpferischen Urkraft aus dem Gedächtnis der Menschheit verschwunden. – Wie? – Sollte das immer so bleiben? – Weltgeschehen ist Weltentwicklung! An der Schwelle einer neuen Zeitenwende stehend, sind in den letzten Jahrzehnten unerhörte Erkenntnisse unserer Menschheit wieder zugeflossen! Ist es vermessen zu glauben, daß das Problem der Urkraft jetzt nicht auch seiner Lösung wieder nahegebracht werden könnte? – Unerhörte Zeiten – unerhörte Möglichkeiten! Ernsthafte Vertiefung in die Natur, das Leben und die kosmischen Gesetze, wissenschaftliche Erkenntnis und unaufhörliche Arbeit haben schließlich die Wege erleuchtet und die Lösung gebracht. – Mit ihr freilich auch die Verantwortlichkeit und die Verpflichtung! – Wie die Realisierung sich ermöglicht und gedacht ist, erfährst Du lieber Leser, am besten selbst aus diesem Büchlein. Du aber, deutsches Volk, sollst Eigner werden dieser in fortschrittlicher Weise wiederentdeckten Urkraft und aller seiner Segnungen, wenn – du nur willst. Die Broschüre kann nicht im Entferntesten alle die wissenschaftlichen Zusammenhänge wiedergeben, die zur Lösung des Problems beigetragen haben oder es im Sinne unserer heutigen Wissenschaft begründen. Sie ist als Einführungsschrift gedacht, eröffnet aber einen genügenden Einblick in die Dinge und verschafft uns einen staunenswerten Ausblick in die genialen, schöpferischen Ideenzusammenhänge, die die Grundlage für die Verwirklichung bildeten. – Lies selbst das Büchlein, lieber Leser! Vielleicht und wahrscheinlich willst du dann bald mehr erfahren. Das „Wie und Wo“ erfährst du schon daraus. Zögere nicht, auch deine Mitwirkung ist für das Wohl des Ganzen unentbehrlich!“32

Das Werk Vril bot jedoch nicht nur einen Erklärungsversuch der vermeintlichen Vril-Kraft, sondern auch nähere Informationen zur „Reichsarbeitsgemeinschaft“. Dort konnte jeder interessierte Leser ab Seite 46 unter der Überschrift Wege und Ziele Folgendes nachlesen.

„Eine große helfende Tatgemeinschaft kommt im Deutschen Reiche herauf!

Der schöpferische Mensch wird angebahnt – und „Wissende“
weisen gangbare Wege zur praktischen Erziehung
der uranischen Strahlungsmenschen!

Die Zeit der Uraniden will anbrechen! –

In allen Städten Deutschlands werden Arbeitszellen
geschaffen und diese Zellen in der Reichshauptstadt zu einer
zentralen Einheit zusammengeschlossen. Jeder Deutsche ist
uns zur Mitarbeit erwünscht und kein Deutschfühlender erscheint
etwa zu gering!

Die Gemeinschaft selbst ist absolut unpolitisch und unparteiisch
und arbeitet schöpferisch im Sinne steter Förderung des
Tatguten aller Religionen an der Heraufbringung
des Übermenschen.

Jeder „Suchende“, ohne Unterschied des Geschlechts
und seiner sozialen Stellung ist uns willkommen und wende
sich an unser Zentralbüro Berlin W 57, Pallasstraße 7/1[33].

Nun reichen wir Ihnen die tatfördernde Bruderhand
zum geistigen Bunde und wollen gern als „Dienende“ mit
Ihnen aufbauschaffend arbeiten!

So haben wir uns alle nur als „Dienende“ der Tatgemeinschaft
aufzufassen, die im Dienste „des Erhabensten aller
strahlenden Dienenden“ – des Allgeistes – stehen.

Jetzt wachse das in die Menschenbrust gesäte Tatkorn
wurzeltreibend zum „Tat-Weltbaum“, der – so die Allkraft
will – bald eine große Tatgemeinschaft segenspendend
überschattet! Auf unseren Bannern strahlt in flammenden
Lichtlettern die „Tat-Rune“ und leitet uns zum hehren Siege der
naturbeherrschenden Uraniden!

Und unsere Parole lautet:

Durch Tat-Strahlung“ – frei!!“

Den strahlend-wollenden Menschen aber die Wartung
der strahlenden „Urkraft-Zellen!“

So werde in Bälde Wirklichkeit, was unzählige
„Suchende“ als heiligste Ahnung in tiefster Brust hegen!

Und Gott ist Geist, ist schöpferische Strahlungsmacht!
Doch vor allem: „Alles verzeihende – weil um alles wissende
Liebe!“34

Nur kurze Zeit später wurde eine weitere Publikation der Reichsarbeitsgemeinschaft auf den Markt gebracht. Ihr Titel:

Weltdynamismus. Streifzüge durch technisches Neuland an Hand von biologischen Symbolen. Herausgegeben von der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“ (Berlin 1930).

Die 31 Seiten umfassende Schrift war diesmal im Otto Wilhelm Barth-Verlag Berlin W 57 (Pallasstraße 7) erschienen. Im Vorwort heißt es:

„Nachstehende Ausführungen stellen den Versuch dar, technisch nicht geschulte Interessenten in die Probleme der anbrechenden dynamischen Technik gemeinverständlich einzuführen.
Die „Raumkraft-Disziplinen“ sind vollkommen neu und können in diesem knappen Rahmen schultechnisch nicht eingehend erläutert werden!
Technischen und wissenschaftlichen Kreisen stehen wir jedoch gern zwecks tiefschürfenderen Aufklärungen zur Verfügung.“35

Der Autor oder die Autoren des Werkes Weltdynamismus sind, im Gegensatz zur Vril-Schrift, unbekannt geblieben. Es trat nur die Reichsarbeitsgemeinschaft als Herausgeber in Erscheinung. Von Johannes Täufer (d.i. Hans Janik) erschien etwa zeitgleich ein Gedicht in der Zeitschrift Die Astrologie. Es ist betitelt mit Sternglaube.

„Stand ein Stern am Firmament
Und wachte …
Kam der Mond in fahler Pracht
und lachte:
„Wird dein Schein bald nichtig sein –
verblassen!“
Doch der Stern mit Würde sprach
gelassen:
„Deine Rede trifft mich nicht!
Ich bin Licht ! –
D u erborgst dir deinen Glanz,
ich bin selber Sonne ganz! . . .
Du strahlst nah – ich weltenfern …
Ich … bin … Stern!!“
Johannes Täufer36

Der letzte Satz erinnert an Aleister Crowleys Ausspruch „Jeder Mensch ist ein Stern“. Ob Täufer (d.i. Hans Janik) dies auch so meinte, ist allerdings unklar.

In diesem Zusammenhang möchte ich kurz noch einmal auf Trevor Ravenscroft zurückkommen. Er hatte, wie wir vorher gelesen haben, die Vermutung geäußert, dass die Mitglieder der Reichsarbeitsgemeinschaft aus dem Umfeld der Anhänger von Aleister Crowley stammen könnten.

Um die Behauptung von Ravenscroft nachvollziehen zu können, muss man den Blick auf zwei damals in den Berliner okkulten Kreisen sehr bekannte Personen richten. Die Rede ist von Eugen Grosche alias FraGregorius und Hans Müller alias FraJohannes. Kennengelernt hatten sich Grosche und Müller bereits in der pansophischen Bewegung von Heinrich Tränker. Bereits seit dem Herbst 1923 hatten sie in der astrologisch-okkulten Arbeitsgemeinschaft zusammen gearbeitet. Müller war sogar seit dem 11.4.1924 zu deren Leiter gewählt worden. Unter Leitung von Heinrich Tränker gründeten sie zusammen mit anderen am 16.12.1924 die Pansophische Loge der Lichtsuchenden Brüder Orient Berlin. Nach deren Auflösung gehörten Grosche und Müller zu den Gründungsvätern der magischen Loge Fraternitas Saturni, die am 8. Mai 192637 errichtet wurde. Die Tätigkeit dieser „Geheimloge“ beruhte teilweise auf Crowleys Lehre. In der logeneigenen Zeitschrift Saturn Gnosis veröffentlichte nun FraJohannes im Januar 1929 u.a. einen Aufsatz, der den Titel Das neue Gesetz des Wassermann-Zeitalters trägt. Bei genauer Betrachtung erscheint der gesamte Text durch Crowleys Lehre inspiriert. Hier findet man bereits eine Fundstelle zum Thema „Vril“.

„Äonen sind auf- und abgestiegen im Zeitenlaufe der Ewigkeit und haben ihre materiellen Manifestationen gefunden. Ehe der Mensch war, war das „Gesetz“. Und dieses Gesetz war die „Liebe“, jene Liebe aber, welche aus der Einheit zur Vielheit wurde, indem sie sich manifestierte und trennte um der Vereinigung willen. Das ist der große kosmische Zeitlauf, jene kosmische Liebe, die Urenergie, das Urprinzip, Atma, Gott oder wie Du es sonst nennen willst, ist gut und böse in einem.

Aus dem Schosse der Mutter-Gigantin entschleudert, wurde unsere Welt geboren als eines von vielen kosmischen Kindern. Und auch über dieser, unserer Welt steht das Gesetz der Liebe.

Von dieser Welt ist unsere Erde ein Funke, geordnet im Mittelpunkt des goldenen Schnittes in der Planetenkette, und darum von besonderer kosmischer Bedeutung. In allen Entwicklungsphasen dieser Erde war und ist das eine und gleiche Gesetz, das Gesetz der Liebe.

Und auf dieser Erde wurde der Mensch. Wie tief verankert stehen wir im kosmischen Geschehen. Denn alle vorgenannten Entwicklungsphasen sind als Reflexe in dem Funken oder Fohat, dem Gott in uns, verankert, welcher die einzige und absolute Wahrheit ist. Diese Wahrheit in uns zu finden und zu erkennen ist einziges Ziel aller kosmischen und menschlichen Evolution. Diese Liebe, diese Wahrheit, ist der Wille, der Urwille, die Vrilkraft der Alten. Dieser Wille, mein Bruder, ist in Dir als Mensch manifestiert. Manches Zeitalter hat es gegeben, in dem Menschen nicht verstanden haben, daß Liebe gleich Wille ist. Nun wirst Du verstehen, warum „Liebe das Gesetz“ ist und „Liebe unter Willen“.

Diese Liebe, gereinigt vom Zweck, ist
weder gut noch böse. Und sie darf niemals verwechselt werden mit dem Begriff,
der die menschlichen Gefühle ausdrückt.“38

Crowleys Credo heißt „Tue was Du willst, ist das ganze Gesetz“ und „Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen“. Ob nun wirklich irgendwelche Crowley-Anhänger Mitglieder in der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“ waren, ist trotz Ravenscrofts Behauptung unbekannt. Fest steht jedoch, dass O. W. Barth persönlichen Kontakt mit deutschen Crowley-Kennern und -Anhängern, wie Martha Küntzel, Otto Gebhardi, Karl Germer, Eugen Grosche und Heinrich Tränker hatte39. Barth dachte sogar kurzzeitig über einen Eintritt in die Fraternitas Saturni nach, wie Dokumente belegen.

Dessen ungeachtet hielt Johannes Täufer (d.i. Hans Janik) neben seinen literarischen Arbeiten Vorträge in der Astrologischen Gesellschaft (e.V.) in Berlin, deren Vorsitzender zugleich der Verleger Wilhelm Becker war. So lautete u.a. sein Beitrag am 17. Februar 1930 Die kosmische Urkraft in ihren astrodynamischen Auswirkungen40 und am 26. Mai referierte Täufer über: Das kosmische Jahr, die verschiedenen Zeitalter der Menschheitsentwicklung in Vergangenheit und Zukunft.41

Anlaufstelle für alle am Vril-Thema Interessierten war die Adresse von O. W. Barth in der Berliner Pallasstraße. Hier plante Barth, im Rahmen seines Archivs für alchemistische Forschung eine weitere Publikation für die Reichsarbeitsgemeinschaft:

„Archiv für alchemistische Forschung. (Alchemistische Blätter II. Jg.) verbunden mit: Zeitschrift für Weltdynamismus. Offizielles Organ der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“ mit den Beilagen: „Verinnerlichung“ Wegweiser der Geistes- und Geheim-Wissenschaften“ und „Der Silbenstecher. Literarischer Wegweiser der gesamten Lebensreform.“

Unter diesem Titel erschien genau genommen nur das zweite Heft des Archivs für alchemistische Forschung im Jahr 1930. Die in dieser Nummer abgedruckte Zeitschrift für Weltdynamismus erhielt zusätzlich den Untertitel „Zur Einführung in die Bio-Technik“ und hatte einen Umfang von 16 Seiten. Als Schriftleiter zeichnete Otto Wilhelm Barth selbst verantwortlich. Die Artikel stammten von Johannes Täufer (d.i. Hans Janik) Die Kugel als gestaltführende Qualität, von Hans H. Reinsch Die biotechnischen Kugelelemente, von Eugen Georg Die Zahlen als Urbilder der Urenergie und von A. Talus [Holzapfel] Ich zertrümmere Atome.

Aufschlussreich sind die Hinweise auf Veranstaltungen und weitere Pläne der Reichsarbeitsgemeinschaft, die auf den beiden letzten Seiten der Zeitschrift für Weltdynamismus Platz fanden. O. W. Barth verkündete darin:

„Am 11. März 1930 trat eine Anzahl von Männern und Frauen zu einer Sitzung zusammen, um sich zur Aufgabe zu machen, dem deutschen Volke in gegenwärtiger Verfallszeit helfend voranzuschreiten. Die erste Zusammenkunft verlief sehr angeregt und vom Initiator der neuen großen Bewegung, Herrn Johannes Täufer wurde ein bis zum Letzten durchdachtes Aufbauprogramm entwickelt, das ermöglicht, eine umwälzende Erfindung auf dem Gebiete der Elektrizität schon in Kürze praktisch zu verwirklichen.
Die Urkraft wird dem deutschen Volksganzen segenspendend dienen und Träume, die selbst kühnste Phantasie kaum auszudenken wagte, sollen sich realisieren. Herr Täufer sichtete in knapper und klarer Rede alle Möglichkeiten schnellsten Einbaues der Biotechnik in die deutsche Wirtschaft. Die Urkraft kann niemals finanzkapitalistisch ausgebeutet werden und soll nur der Allgemeinheit im vollsten Ausmaße dienstbar sein. Deshalb sind alle Anträge finanzkapitalistischer Interessenten abgelehnt worden!
Die Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“ macht es sich nunmehr zur Aufgabe, das deutsche Volk über alle Angelegenheiten aufzuklären und wird dies durch große Massenversammlungen, laufend erscheinende Flugblätter, Druckschriften und das vorliegende offizielle Organ bewerkstelligen.
Es ergeht der Ruf an alle gutgesinnten Menschen, die willens sind, aus den bestehenden, unhaltbaren wirtschaftlichen und ethischen Verhältnissen herauszukommen, sich unserer Bewegung anzuschließen. Die neue Technik erbringt der Menschheit vollkommene Naturbeherrschung. Die Urkraft ist mit keiner der gegenwärtigen bekannten Energien gleichzusetzen, da sie die Kraft aller Kräfte darstellt, mit denen wir heute in der Technik arbeiteten. Sie ist die psychophysische Universalenergie und als solche vitalschöpferisch.
Nach den Ausführungen des Herrn Täufer entspann sich eine rege Debatte und es wurden verschiedene Anregungen laut, die wohl alle darin ausklangen, daß die Urkraft dem deutschen Volke in Kürze zu geben wäre, um eine unvermeidliche Katastrophe hintanzuhalten.
Abschließend ergaben sich für die sofort einzusetzende intensive Aufklärungsarbeit in Wort und Schrift nachfolgende Richtlinien:

  1. Aufrufe an das deutsche Volk,
  2. Vortragstätigkeit in einzuberufenden Massenversammlungen,
  3. Werbung durch Schriftwerke und Presse,
  4. Schaffung einer Volkshochschule für Biotechnik,
  5. Heranziehung von geistigen Mitarbeitern aus allen Gebieten der Kunst und Wissenschaft, soweit diese Mitarbeiter ein ethisch einwandfreies Wollen besitzen und das Beste des deutschen Volksganzen im Auge behalten,
  6. Schaffung von geldlichen Mitteln zum Aufbau eines gewaltigen über allen Parteien stehenden Zweckverbandes,
  7. Schaffung von Arbeitszellen in allen größeren Städten Deutschlands,
  8. Einleitung von Verhandlungen mit den verantwortlichen Regierungskreisen,
  9. Versuch einer Anbahnung der Versöhnung zwischen Religion und Wissenschaft,
  10. praktische Tatsetzung durch Einbau der Biotechnik im kommenden Deutschland, soweit dies nach den gegebenen Verhältnissen und Umständen evolutionär möglich ist.

Nach herzlichen Dankesworten des Einberufers an alle Erschienenen und dem Hinweis darauf, daß die Zeit der Verwirklichung da sei, was sich auch kosmisch bezeugen läßt, wurde die erste Sitzung des Arbeitsausschusses Berlin der RAG „Das kommende Deutschland“ geschlossen.“42

Vierzehn Tage später hielt Täufer am 25. März 1930 in den Räumen der Staatlichen Elisabethschule Berlin, Kochstr. 66, einen ersten Lehrkursus der neu gegründeten Volkshochschule für Biotechnik. Sein Thema war die Atomtheorie. Drei Tage später, am 28. März rechnete Täufer mit den, seiner Meinung nach, grundlegenden Irrtümern der Schulphysik ab. Weitere Veranstaltungen im April waren geplant.
Barth war von der Idee der Urkraft und den Plänen der Reichsarbeitsgemeinschaft überzeugt, aber außer einer Handvoll Begeisterter scheint Niemand diesen Enthusiasmus geteilt zu haben. Die großen Pläne mit Massenveranstaltungen und gedruckter Propaganda konnten nicht in der gewünschten Form realisiert werden.

Kurzfristige Unterstützung fanden die Anhänger der Reichsarbeitsgemeinschaft durch den Astrologen, Autoren und Verleger August Frank Glahn (1865-1941). In seiner Zeitschrift „Astrale Warte“ erschien im August 1930 ein von Rudolf Sieber anonym verfasster Aufruf der Reichsarbeitsgemeinschaft mit dem Titel:

Eine neue Physik!
In diesem kurzen Satz liegt eine Angelegenheit von ungeheurer Bedeutung. Unter Literatur berichte ich über Vril. Diese ungeheure Kraft, bisher sagenhaft, wird in unser Blickfeld als Wirklichkeit gestellt! In Berlin ist der Mittelpunkt der Forschung, Deutschland soll als erstes Land davon Gebrauch machen. Es hat sich eine Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“ gebildet, der jeder Leser ungesäumt beitreten sollte, zumal die Erklärung zur vorläufig beitragsfreien Mitgliedschaft genügt, um in den Kreis der Forschenden einzutreten. Das Zentralbüro befindet sich Berlin W. 57, Pallasstr. 7. Die in der näheren Umgebung von Berlin Wohnenden können an Kursen teilnehmen, die nunmehr regelmäßig stattfinden. Man lasse sich den Arbeitsplan kommen. Zur Zeit laufen folgende Kurse: 1. Atomtheorie. 2. Kosmotechnik. 3. Urkraftsathos. Die Kurse werden im Russischen Hof, Georgenstr. 21/22, abgehalten.

Vorträge im Reiche sind geplant. Forschungs- und Mitteilungsorgan: Archiv für Alchemistische Forschung verbunden mit Zeitschrift für Weltdynamismus.
Die Schrift Vril, bei W. Becker in Berlin-Steglitz, Schloßstr. 69, herausgekommen, kann als Programmschrift angesehen werden, eine zweite Schrift mit dem Titel Weltdynamismus ist bei Otto Wilhelm Barth, Verlag Berlin W 5, Pallasstr. 7, herausgekommen. Herr Barth ist Geschäftsführer des Kommenden Deutschland. In dieser Broschüre werden Streifzüge durch das technische Neuland an Hand von biologischen Symbolen geboten. Der Inhalt dieser Schrift ist bereits so zusammengedrückt, dass es schwer ist, eine weitere Kompression im Umfange eines Aufsatzes zu geben. Ich will die Kapitelüberschriften mitteilen, das kann Wegleite sein. Dann füge ich eine sprachlich geformte Darstellung des Ganzen von Johannes Täufer bei, der hinter der Bewegung als Prophet einer neuen Physik steht, die weiterhin die ersten Erklärungen bietet.
Symbole der Zeit, ein Kapitel über „Schließen“ und „Schießen“. Warum die Oberthsche Weltraumrakete nicht startete. Das Geheimnis der Flamme. Der Weltenflaschenzug, mechanische oder dynamische Technik? Der Weltapfel, warum durften Adam und Eva nicht den Apfel vom Baume der Erkenntnis brechen? Das Geheimnis der stofflichen Indifferenz. Vital-elektrische Energie durch Schlagen des artesischen Kraftbrunnens in die Indifferenz.
Ich müsste mich in der Einsicht meiner verehrten Leser gewaltig irren, wenn nicht die große Mehrzahl sich als höchst teilnehmungsvoll erweisen würde!“43

Zusätzlich zu diesem Aufruf der Reichsarbeitsgemeinschaft veröffentlichte Glahn im Anschluss daran ein Gedicht von Johannes Täufer (d.i. Hans Janik). Es trägt den Titel:

Die dynamische Kugel
Ach unserer Kugel Rundung macht euch gar viel Beschwer,
Sie wird von Außen voll … und ist doch innen leer!
In ihres Herzens Mitte pulst ständig Lebenskraft,
Die eure Tag-Fronarbeit gleich Heinzelmännchen schafft…
Ihr könnet nicht begreifen, daß Leere Fülle frißt
Und daß der Polung Urgrund die Indifferenz ist. –
Die Globen sind geschaltet durch Gravitation,
Dies Wort besaget Alles, spricht euer Weisheit Hohn.
In „Grav“ wirket die „Schwere“, der Bremsschuh der Welt …
Und waltet so als Bindung, die Stoff zusammenhält.
Doch „Vita“ ist das „Leben“ – als wesenhafte Macht –
Die ob dem neuen „Zion“ … dem Vakuum – Kraft – Reich wacht!
Und in der Kugel pulsen die vorgenannten Drei
Da wir des Stoffes Haftung gebrochen kühn entzwei.
Was ihr nur Doppel-polig als Kraftfaktoren kennt
Und nie in seiner Mitte beim rechten Namen nennt,
Das haben wir zum Wirken aus tiefstem Schlaf erweckt; –
Im „Überall“ und „Nirgends“ liegt Seine Macht versteckt!
Wir zwingen nun die Leere… materienumhüllt
Und wandeln so die „Schwere“, die unsere Kugel füllt
Zum heil’gen Odem Gottes, – zur Lebensenergie!
Nun schüttelt ihr die Köpfe und fraget: „Aber wie?“ –
Ei nun, das ist nicht schwerer, als wie das „Leichte“ schwer!
Seht einmal klaren Blickes in der Natur umher.
Im Tulpenkelche klinget des „Lebens“ Glockenton; –
Der Glocken-Meister aber ist „Grav – Vita – Zion“!
Doch wie des Erzes Stimme nur durch die Schwere spricht,
Im Blumenkelch da läutet des Lebens Himmelslicht! –
Es läßt sich nicht bestreiten, der Welten einend’ Band
Ist „Schwere“ und ist „Leben“ … ist „Licht“ aus einer Hand.
Ihr wißt nichts anzufangen mit Kraft-Indifferenz…
Indifferenz-Kraft aber ist Univers-Agens!44
Durch unsere Kugel strömet „das Leben“ aus und ein,
Die Rundung ist umstrahlet von einer Aura-Schein!
– – Und könnt ihr auch nicht fassen, was hier euch wurde kund:
„An diesen Kugeln wird noch die Erd’ gesund!“
Johannes Täufer, Berlin.

Die Texte hatte Glahn von Max Staack erhalten, wie aus dem Briefwechsel der beiden ersichtlich. Als Abrundung zu den beiden Texten folgte im Rezensionsteil der Zeitschrift noch eine Besprechung von Täufers Vril. Die kosmische Urkraft. Die dortige Darstellung ist mehr als eine Buchbesprechung, sie ist eine Art Werbeschrift für die Vril-Kraft.

Vril, die kosmische Urkraft. Wiedergeburt von Atlantis. Von Joh. Täufer. Verlag Wilhelm Becker, Berlin-Steglitz. Preis 1.50 RM
Das ist die erste Veröffentlichung der Reichsarbeitsgemeinschaft, von der wir einen Aufruf abgedruckt haben. Wer über die Kraft Vril näheres wissen will, lese Lytton Bulwers Zanoni. Es handelt sich um die Freimachung von kosmischen Kräften, die jedes uns bekannte Maß übersteigen. Selbstverständlich gibt das Buch nur eine Übersicht, die Grundzüge der Idee, keinen Einblick. Das soll eben in der Reichsarbeitsgemeinschaft gelehrt werden.
Die ganze Angelegenheit verlangt unsere volle Teilnahme, schon damit wir unterrichtet bleiben. Gelingt die Freimachung und Ausnutzung dieser Kraft, dann … darüber gibt es keinen Zweifel! … bricht eine neue Zeit an. Zum Guten? Mindestens fraglich, da Zerstörung die erste Wirkung sein muss! Der Zusammenhang der Menschheit wäre zunächst aufgehoben, es müßte eine völlige Umstellung und Neueinstellung erfolgen. Darüber bin ich mir klar geworden, wir kommen aus den vielen Sackgassen unserer gegenwärtigen Zivilisation nur durch etwas Unerhörtes heraus. Jetzt steuern wir mit Naturnotwendigkeit zum Untergang. Rationalisierungen aller Art machen immer mehr Menschen erwerbslos. Diese müssen entweder einmal umkommen oder verhungern, oder es muß ein Wunder geschehen, nämlich die derzeitigen Anschauungen müßten über den Haufen geworfen werden. Die Überfeinerung wird von jeder Kultur so weit getrieben, daß die Menschen energielos und unselbstständig werden, sich auf Staatsversorgung einstellen. Dann kommt der Rückfall in einige „dunkle Jahrhunderte“, wo nach dem Untergang jeder der verflossenen Hochkulturen, die Unselbstständigen verkommen und nur die sich auf den einfachen Unterhalt Einstellenden durch eigene produktive Arbeit, die zur Selbstversorgung führt, bleiben bestehen. So war es immer. Die „dunklen Jahrhunderte“ waren der Regeneration gewidmet. Kommt jedoch die Vrilkraft zur Anwendung, dann ist der derzeitige Zustand ins Groteske verschlimmert.
Sobald der Nachdenkliche in dieser Weise die Geschichte der Vergangenheit betrachtet, kommt er zur Überzeugung, daß nicht ungestraft der Abgang von der einfachen Natur vollzogen werden kann. Was Wohltat war, wird Unheil! Unselbständige und Versorgungslüsterne, die von anderer Arbeit leben wollen, finden wir auf den Hochschulen, im Beamtenstand, bei allen Angestellten. Ja, wenn dort nur die großen Begabungen zu finden wären, dann wäre alles in Ordnung! Nicht um dieses handelt es sich, sondern um die der Handarbeit Unlustigen, die weiterzukommen wünschen, „ihre Füße unter anderer Leute Tisch stellen wollen“. Auch der Sozialismus scheitert an dieser Klippe, in dem er die Arbeiter zu Herren Angestellten umschaffen will. Da bei der täglichen verdrehten Belehrung durch Gewerkschaft, Partei, Regierung in Stadt und Land, und nicht zum wenigsten durch Kirche und Schule völlig falsche Begriffe und Anschauungen eingehämmert werden, ist keine Aussicht zum Besseren vorhanden. Bezeichnenderweise besteht die Krise überall, in den Ländern der Sieger wie Besiegten. Nun die Entfesselung der Vrilkraft, der Atomkraft! Ist sie göttlich? Teuflisch? Was man daraus macht! Aber welche Menschen werden die Herrschaft darüber an sich reißen und sie wirken lassen? Nach den gegenwärtigen „Machtpotenzen“ werden die Machthabenden die Kraft an sich reißen und dann kommt die teuflische Wirkung unbedingt. Es mag sein, das alles noch nicht so weit ist, aber die Perspektiven werden aufgedeckt, wir haben die Pflicht, uns dabei zu beteiligen, um einem Missbrauch entgegenzuwirken. Die Entfesselung der Kraft liegt in grader Linie der Entwicklung, wir können nicht unbeteiligt vorbeigehen. Ich rate daher allen Lesern, an den Arbeiten teilzunehmen, um nicht überrascht zu werden. Interessant wird ja sein, ob die gegenwärtigen Geld- und Machthaber die Kraft an sich reißen um sie auszubeuten, oder ob sie die Erfinder nebst Erfindung als Kapitalverbrecher töten. Dann geht es um Leben und Tod, Sein oder Nichtsein.45

Kurios ist gleich zu Anfang ein Fehler im Text. Der unbekannte Rezensent verweist auf Bulwer-Lyttons Werk Zanoni als Quelle für die Vril-Kraft und nicht, wie es richtig wäre, auf Das Geschlecht der Zukunft wie die deutsche Übersetzung von The Coming Race heißt.

Im Oktoberheft 1930 der Astralen Warte wurde schließlich der Öffentlichkeit ein zweiter Text der Reichsarbeitsgemeinschaft übergeben. Er lautet:

„Zweites Flugblatt der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“
An alle metaphysisch-orientierten Freunde! Durch Kraft zum Licht!
Durch die Wiederentdeckung der Urkraft zur wirtschaftlichen und kulturellen Wiedergeburt.
Was wollen wir?
Wir wollen Gerechtigkeit und Glück.
Wir haben erkannt, daß alle Wesen im Geiste eine Einheit bilden.
Der Geist ist ein Gesetz im Unsichtbaren, dem alles Sichtbare unterworfen ist. Die sichtbare Welt ist ausschließlich eine Welt der Wirkungen. In der Natur herrscht das Gesetz harmonisch. Die Menschheit lebt jedoch im Unglück, weil es dieses Gesetz nicht erkannte, und einen freien Willen hat, dieses Gesetz zu brechen. Nur durch Wiedererkenntnis des geistigen Gesetzes (d. i. Gott) können wir unseren Willen in diejenigen Bahnen lenken, die uns wieder Harmonie erwirken.
Wirtschaft, Politik, Religion und Wissenschaft sind Abteilungen des allgemeinen Lebens, das dem geistigen Gesetz untersteht.
Mangel, Klassenhaß, Lüge und Materialismus sind die Folgen der geistigen Nichterkenntnis.
Sorglosigkeit, Freiheit, Wahrheit und Weisheit entstehen nach bewußter Anwendung des universellen Gesetzes.
Die letzte Offenbarung des göttlichen Willens in Form der reinen Lehre geschah durch einen israelitischen Arbeiter in Palästina aus altem Stammbaum. Wie die esoterische Überlieferung berichtet, war Jesus von seinem weisen Lehrer im Essäerorden in Ägypten gewarnt worden, – aber die Vorsehung sollte sich möglichst erfüllen und der „größte Liebende“ widersetzte sich nicht. Seine Lehre wurde jedoch von der Mehrheit 2000 Jahre hindurch sozusagen mit Füßen getreten, aber seine Idee, das Grundgesetz des kosmischen Gesetzes, die Liebe, wirkte unter der Oberfläche fort. Seit dem Kreuzestod dieses Mahatmas ist die Erlösungsmöglichkeit in allen transzendentalen Sphären gesichert.
Nun kommt die Physis an die Reihe, das dichteste Aggregat ist zur Zeit des manyantarischen Wendepunktes, dem Abschluß der Involution und dem Beginn der Evolution, von der Lichtwelle erreicht. Indem die Materie wieder verstrahlt, in Brahma zurückgeatmet wird, erscheint die göttliche Harmonie in demselben Grade physisch offenbar. Wir stehen also bereits in der beginnenden Verwirklichung des „Gottesreiches auf Erden“.
Die konkreten Strömungen der neuen Zeit, welche die Formen für die neue Gesetzesharmonie schaffen“, benennen wir mit „Metaphysik“, „Sozialethik“, „biologische Politik“ und „Biotechnik“. In diesen vier Lebensäußerungen gestaltet sich hauptsächlich das Glück der Zukunft, offenbart sich das harmonische Gesetz „Leere“ (Laotse), „Liebe“ und „Lebenskraft“ (Leere-Vakuumfunktion, Liebe ist psychischer Magnetismus – kraftstoffliche Bindung, Lebenskraft – strahlende Vitalelektrizität)!
Nach dieser synthetischen Erkenntnis ersteht uns das Problem der Tat. Die Furcht vor der Tat entsteht aus der Furcht vor Verantwortlichkeit, die bei vielen Geistigen durch den Selbstbetrug einer fatalistischen oder mystizistischen Ideologie am Leben erhalten wird. Jeder Eingeweihte weiß, daß der Mensch zu unbekümmertem, furchtlosem Schaffen moralisch verpflichtet ist gemäß seinem inneren heiligen Drange. Dadurch geschieht, was geschehen soll. (Bhagavad Gita, Kap. VI, Vers 1: Wer, was geschehen soll, geschehen macht, und nichts dabei für sich zu haschen denkt, der ist ein Weiser und ein Heiliger; doch weder weise noch auch heilig ist, wer nicht die Opferflamme selbst entzündet und nicht zum Großen Werk die Hände rührt.)
Jedes bedeutende geschichtliche Ereignis war, äußerlich gesehen, die Frucht einer organisatorisch-genialen Tat.
Ohne Selbstbeschränkung keine Form, ohne Form keine Physis.
Ohne Organismus kein Leben, ohne Organisierung keine Verwirklichung.
Und wann sollen wir handeln?
Viele sagen: „Warten!“
Sie müssen noch warten, bis sie erwachen zur Tat; meist geschieht es leider erst aus dem Anlaß materieller Entwurzelung. Der Geist – im Gegensatz zum Verstand – hat zu allen Zeiten stets gerufen: „Hier und heute!“
Was sollen wir schaffen, um zu erreichen, was wir wollen?
Sammeln und einen!
Wir sollen uns in den Dienststellen dem offenbarten Gesetz, – in derjenigen seiner Spezies, – Religion, Wissenschaft, Politik oder Wirtschaft –, zu leben und zu organisieren trachten, welche unserer Veranlagung und persönlichen Befähigung am besten entspricht. Damit aber baldigst eine bessere Zeit anbrechen kann, müssen wir rationell und gemeinsam nach vorher festgelegtem Plane arbeiten. Jeder wollte seither die Spitze sein, darum fanden wir keinen gemeinsamen Plan und steckten fest. Das Naturgesetz ist hier hierarchisch aufgebaut; auch wir brauchen eine Hierarchie.
Der Plan ist schon da!
Wir müssen das Gemeinsame aus allen Lebensgebieten zu einer Synthese zusammenfassen, die der Ausgangs- und der Endpunkt ist und in der die Erkenntnis der Lehre des Gesetzes sowie der schöpferische Plan geboren wird.
Da der Plan schon da ist, war die geistige Synthese schon vorher Wirklichkeit, wenn auch Vielen nicht bewußt. Eine Hierarchie von verantwortungsbewussten, willlensstarken, zielsicheren, weisen Männern muß und wird bald den gesamten Machtapparat übernehmen. Es ist nur scheinbar eine Diktatur, nach der die Herzen sehnen, denn eine Diktatur ist ihrem Wesen nach immer irgendwie einseitig, ungerecht, schwach und doktrinär, d. h. lebensfeindlich. Die Grundlage der Theokratie der Zukunft ist die allgemeine Menschenliebe.
Alle äußeren Unterschiede in Rasse, Besitz, Stand und Glaubensform begrenzten seither die bedingungslose Nächstenliebe, machten sie fast unmöglich. Diese Unterschiede werden fallen, allmählich abgebaut nach dem Grundsatz der allgemeinen Wohlfahrt und Geistesfreiheit. Jeder wird zu seinem Rechte kommen, vorausgesetzt, daß es sein Recht ist innerhalb des natürlichen kollektiven Organismus, des gerechten Volksstaates.
Die sittliche Ordnung, die wahre Gerechtigkeit, die geistige Freiheit, die materielle Sicherheit, die persönliche Verantwortlichkeit, der politische Friede, die Religion der Arbeit, das magische Wissen, der reine Körper, – das alles kommt nun, weil Viele es lange gefordert haben.
Ein Mann steht an der Spitze und viele sind seine bereiten Helfer.
Er ist ein Mensch des Friedens, der Freiheit, der Liebe und der Weisheit. Er offenbart das Gesetz Gottes in der Welt der Erscheinung. Auf ihn haben alle gewartet. Seine Berufung wird ausgedrückt durch seine Macht. Seine Macht befähigt ihn allein, seine Aufgabe zu erfüllen. Diese Macht beruht auf der Beherrschung der Urkraft, wie sie dem Metaphysiker als das „Vril“ oder als das „hermetische Feuer“ bekannt ist.
Diesem Manne ist es gelungen – nicht ohne persönliche menschliche Anstrengungen und mit Hilfe von Mitarbeitern nach 20jähriger Forschung und Experimentierung –, die Atemkraft, ihre Kernspannung technisch erschließbar zu machen und damit gleichzeitig das lang ersehnte Perpetuum mobile zu konstruieren. Letzteres ist auf seine Wirkungsweise erprobt. Mit Hilfe der sog. „Urmaschine“ wird das gegenwärtige wirtschaftliche und kulturelle Chaos liquidiert werden. Die radioaktive Strahlung des Urlichtes, die Standelemente an den Verbrauchsplätzen als energetische Aura umgibt, sobald man an das atmosphärische Spannungsgesetz anschließt, ist in ihrer Wirkungskraft spezifisch psycho-physisch (biogenetisch). Es handelt sich nicht allein um die Nutzbarmachung der „Urelektrizität“ für die gesamte Volkswirtschaft bis in die kleinsten Einzelheiten, sondern im größeren und wertvolleren Ausmaße noch um die Aktivierung jener universellen Vitalität, die geistmagnetisch mit dem Urlicht im Zusammenhang steht und die Lebenskraft selber ist. Da, wie bereits gesagt, die Materie unseres Sonnensystems wieder verstrahlt (Evolution, Radiumaktivität!), ist es möglich, sich auch sozusagen „technisch“ dieser Naturtendenz anzugleichen, denn der Planet gelangt allmählich in ein höheres Aggregat.
Die Gammastrahlen der dynamotechnischen Apparaturen wirken auf die psychischen Organismen sublimierend. Damit wird notwendigerweise durch die Kraft, die wir als das geistige Prinzip im materiell-fluidalen Aspekt anzuspielen haben, auch die eigentliche Kultur die psychische Seite des Lebens gefördert. Der eingeweihte Dichter Bulwer hat in seinem Roman „Das Geschlecht der Zukunft“ den Staat beschrieben, wie er durch die Einführung des „Vril“ erstehen muß.
Die Urkraft ist allerdings von so ungeheurer Spannung und stellt, von Wissenden dirigiert, eine so unermessliche Macht dar, daß es eine Bedingung ist, daß die Urmaschine in verantwortungsbewussten Händen bleibt.
Der Wille zum persönlichen Leben ist durch die Multiplikation des Körpergewichtes mit der Kernspannung seiner Atome (Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat) messbar.
Ein Mensch, dessen Raumwille eine Ballungsenergie (Materie) von 60 Kilo ansog, eint in seinem Ego eine Energie von 5,4 Trillionen mkg.
Der adeptische Reifegrad ist derjenige Zustand der Verstrahlung (Liebe), in dem diese Kraft über den mystischen Tod hinaus im Blut geeint wurde.
Der Wille des echten Magiers lenkt somit die Urkraft, – das Vril. Diese ungeheure Vitalität entspricht dem logistischen Bremswiderstand des Ego gegenüber dem Raumkraftstrahlungsdruck. Die Kraft kann sowohl aufbauend als auch zerstörend angewendet werden. In einem Kriegsfalle von beiden Seiten benutzt, würde sie den unbedingten Untergang beider Parteien bedeuten. Durch den Missbrauch dieser Macht ist Atlantis untergegangen, denn die Atlantiden waren Eigner jenes „kalten Feuers“.
Nur wer die Gesetze des Geistes befolgt, die liebende Gemeinsamkeit (Selbstverleugnung) und das Gleichgewicht (Selbstbeherrschung) übt, dem dient das Göttergeschenk, dem nichts widerstehen kann.
Die in den Kugelelementen, die in jedem Betrieb und jedem Haushalt als kostenlose Energiequelle aufgestellt werden können, fluktuierende Vitalität ist ureigentlich mit dem Kundalini im Rückenmark des Menschen identisch. Bekanntermaßen vollbringt der Yogi damit seine „Wunder“. In diesem Falle ist der Körper des Magiers selbst das elektro-magnetische Element. Aber heute ist es nicht jedermann möglich; für die Not leidende Menschheit ist eben jener biotechnische Behelf gegeben, um einen gänzlichen Untergang zu verhindern und eine absolute wirksame Auftriebskraft zu sichern.
Die gesetzliche Sicherung der Urmaschine ist der z. Zt. nächste Schritt, den es zu tun gilt, um wieder Gerechtigkeit und Glück in der Welt zu verankern. Es ist zu beachten, daß auch ein Eingeweihter an die physischen Gesetze des evolutionistischen Ausgleichs gebunden ist; gerade die freiwillige Bindung ist das Kennzeichen des echten weisen Magiers.
Der Logos ist der Unfreieste heute.
Die Einführung der Biotechnik zum Wohle der Gesamtheit ist schwierig. Die gegenwärtigen Regierungen verkörpern noch nicht den Willen des Staates, sondern sind die Exekutive der Machtgruppen Kapital, Boden und Kirche. In ihren Händen würde der Missbrauch ihrer Macht den letzten Rest von Kultur vernichten. Das Volk muß selbst aufgeklärt werden und die Einführung verlangen. Das Gebot der Stunde ist eine großzügige Propaganda. Dazu ist aber wieder Geld erforderlich, das im Großen nicht ohne Interessenbindung zu haben ist. Grundsätzlich sind seither alle Angebote von Interessenten abgelehnt worden. Darunter befanden sich gewaltige Summen deutscher und amerikanischer Industrieller. Das ist ein Beweis der Uneigennützigkeit des Entdeckers. Er ist ein deutscher Privatgelehrter und bietet damit die Gewähr für materielle Unabhängigkeit und geistige Klarheit.
Die notwendige Organisation der Masse, die den legislativen Schutz der Urmaschine fordern und decken muß und die die finanziellen Mittel aus eigener Kraft durch freiwillige Selbsteinschätzung aufzubringen hat, fand in Berlin in der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“ ihren ersten Ausdruck. Ein Sendbote des Entdeckers, Herr Johannes Täufer, befindet sich seit einigen Wochen in Berlin und arbeitet daran, eine Verhandlungsbasis mit den zuständigen Instanzen auf besagtem Wege der Organisierung einer Massenbewegung vorzubereiten. Außerdem finden in Form einer Volkshochschule seit geraumer Zeit Lehrkurse auf dem Gebiete der Atomtheorie, der Kosmotechnik und dergleichen statt, um die kommende Führerschaft heranzubilden. Flugblätter, Bücher, eine Zeitschrift und weitere Vorträge ermöglichen es jedermann, sich in die technische und philosophische Seite der neuen Raumkraftbewegung einzuführen und sich zu überzeugen. Jeder, der die ideellen Verpflichtungen auf sich zu nehmen gewillt ist, wird gebeten, sich kostenlos als Mitglied eintragen zu lassen.
Es ist klar, daß keine Zeit zu verlieren ist, es bestehen bei der großen Arbeitslosigkeit Gefahren, die wir als Religiöse vermeiden helfen wollen. Eine revolutionäre, d. h. sofortige Einführung wollen wir auch vermeiden, um Blutvergießen zu verhindern; wie sich jeder ausmalen kann, werden manche Besitzer, besonders diejenigen der seitherigen Energiequellen, nicht freiwillig sich einordnen in die sich notwendig ergebende große soziale und gesellschaftliche Umschichtung. Der Sieg ist uns gewiß, da wir die Urkraft zur Seite haben, aber Karma wirkt auch hier. Wir müssen feinfühlig und mit Geduld vorgehen, damit es nicht wieder heißt „kreuziget ihn!“, denn dann wäre mit uns auch die Welt verloren. Aber „Christus“ soll mit dem Schwert wiederkehren, heißt es in der Bibel.
Diesmal haben wir das Recht, uns zu weigern, das Geheimnis der Urmaschine Unwürdigen auszuliefern.
Andererseits stehen schon verschiedene bekannte Gelehrte, Philosophen und andere Führer auf unserer Seite, und wenn Gott will, hoffen wir, daß es bis Jahreswende gelingt, die Sicherung zu erreichen und mit dem Einbau ordnungsgemäß zu beginnen.
Dazu brauchen wir allerdings auch Ihre sofortige Hilfe, mindestens mental, und wer dazu in der Lage ist, auch materiell.
Erst überzeugen, dann mitschaffen!
Der Ausgangspunkt war im Metaphysischen; der Beweis ist im Metaphysischen; die erste Einführung ist materiell, weil die Masse, zu der wir körperlich auch gehören, Not leidet, nicht zuletzt durch Rassenkarma (verlorener Krieg).
Die Religiösen haben seither das Geheimnis des „auserwählten Volkes“ nicht verstanden: der Eingeweihte weiß, daß wir „Erde“ gewinnen müssen, materialisieren müssen, wenn wir Geist darstellen wollen. Die Mahatmas lehren alle, beim Körper anzufangen.
Haben wir dem Volke Brot statt Steine gegeben, haben wir uns politisch und wirtschaftlich befreit, dann kommt erst unser Hauptwerk, das heute noch nicht verstanden und abgelehnt würde, wären wir so töricht, schon jetzt davon zu reden.
Jeder, der glaubt, organisatorisch, rednerisch, finanziell oder dergleichen mitarbeiten zu können, wolle dies bitte unverzüglich dem Zentralbüro mitteilen. Wir müssen überall Zellen bilden, überall Kurse und Vorträge abhalten, wozu wir uns die Helfer erst suchen müssen.
Man vergesse nämlich nicht, daß der gegenwärtige Machtapparat, das Nachrichtenwesen, die Parteien etc. geistig gesehen uns fremd, um nicht zu sagen feindlich gesinnt sind.
Deshalb unser umständlicher, schwieriger Weg aus der 4. Dimension über die Geistigen und Religiösen (nicht Intellektuellen und Konfessionellen) zum Priesterkönigtum auf Erden.
Das Wunderbare aber und der Beweis der Lichtechtheit der neuen „Rettungsaktion“ ist ihre lückenlose psychophysische Synthese, die Vereinigung des Materiellen mit dem Ideellen durch ein und dieselbe Sache. Jedem Gotteskämpfer ist dringend das theoretische Studium der Biotechnik anzuraten, denn es enthüllt sich darin das Geheimnis des Lebens, – die Tabula Smaragdina des Hermes Trismegistos in neuer Schau.
Mit vorliegendem, wohl durchdachtem Plan harren wir der Ergebnisse, die unsere uneigennützigen Bemühungen bringen werden. Der neue Staat erhält dann das Einnahmemonopol aus der Gesamtelektrifizierung und ist in der Lage, was unsere Bedingung ist, gegen eine gerechte Arbeitspflicht für alle – jeder nach seinem Interesse – seinen Fähigkeiten – das soziale Ideal der materiellen Sicherung zu verwirklichen. Und das alles auf höchst ethischer und geisteswissenschaftlicher Grundlage.
So hatte sich unser Traum verwirklicht und nun soll es sich zeigen, ob uns die Ungerechtigkeiten steril gemacht haben, oder ob wir noch für die Wahrheit opfern und an sie glauben können, um ihre Segnungen als Ausgleich für die lange Prüfungszeit zu empfangen!“46

Zusammen mit den bereits angesprochenen eigenständigen Publikationen sind diese Beiträge in der Astralen Warte vermutlich die letzten offiziellen Texte der Reichsarbeitsgemeinschaft. Doch nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, weil sie fortan im Geheimen operierten, sondern weil die Gruppe zerbrach. Deutlich wird dies durch weitere Veröffentlichungen in der Astralen Warte. Im Dezember Heft 1930 kann man folgenden Hinweis finden:

„Aus unserer Intelligenz=Zentrale Berlin kommen seltsame Nachrichten. Das kommende Deutschland ist eingegangen, weil Johannes Täufer unberechtigt war und fremde Gedanken sich angeeignet habe. Die Intelligenz der Berliner zeigt sich darin, daß neben dem heiligen Geiste auch noch für einen Johannes Täufer Platz war, nach dessen Erledigung man es unterließ, uns in der Provinz aufzuklären. Eine direkte Anfrage ist unbeantwortet geblieben[47]. Auf Umwegen erfahre ich: Der Erfinder heißt Karl Schappeler. Als dieser mit seiner Idee heraustrat, machte sich ein Tscheche, dessen richtiger Name Hans Janik ist, an ihn heran, erfuhr vieles, nicht alles, und dann stürzte er sich auf das intelligente Berlin und begann zu taufen. Der von mir veröffentlichte Aufruf stammt nicht von Janik, sondern von Rud. Sieber. Ueber Schappeller und seine Ideen soll das Buch von Fritz Klein, Logos und Bios, zu 12.- Mk., Aufschluß geben.
Hans Janik ist verheiratet und seit dem 10. April Freund eines süßen Tanzgirls[48], diese Liebschaft soll zum Eingehen der Gesellschaft geführt haben. Nun soll Hans Janik die Sache allein weiter treiben, falls er noch Dumme findet. Er soll sich vortrefflich auf Suggestion und Hypnose verstehen, verkündet, er sei vor 12000 Jahren Oberpriester gewesen, vor 2000 Jahren habe er in Tibet Opferaltäre errichtet, seine derzeitige Mission wäre, Deutschland zu retten. […] Mit der Idee von Schappeller hat dieser Vorfall nichts zu tun, die geht ihren Weg weiter. Das zur Beruhigung.
Ich denke, wir werden uns sehr zurückhaltend gegenüber allen Berliner okkulten Gründungen betragen, der dortige Boden scheint zu sehr auf sumpfigen Untergrund zu liegen, was Gründungsfieber als endemischen Krankheitszustand zur Folge hat. Berlin für die Berliner!“49

Nur eine Heftnummer später erschien im Januar-Heft 1931 der Astralen Warte in der Rubrik „Mitteilungen“ folgender Beitrag:

„Das kommende Deutschland“. Hierüber erhalte ich weitere Mitteilungen, die namentlich auf den Vortrag von Herrn O. W. Barth zurückgehen, der sich sehr für die Erfindung Karl Schappellers eingesetzt hatte und leider von Janik ausgebeutet worden ist. Janik hat behauptet, er arbeite für Schappeller, was sich jedoch als unrichtig erwiesen hat. Zwischen beiden besteht nunmehr Bruch und Gegnerschaft; man verbietet Janik, den Namen Schappeller und die Bezeichnung Raumkraft in den Mund zu nehmen.“50

A. Frank Glahns Quelle für diese Interna war nicht nur O. W. Barth selbst, sondern in erster Linie Max Staack. Dieser hatte in einem Brief an Glahn aus dem Nähkästchen geplaudert:

„Wie ich schon in meinen früheren Briefen habe durchblicken lassen, ist es mit Täufer ein Reinfall gewesen und lohnt es sich wohl nicht wieder der Oeffentlichkeit das Horoskop zu bringen. Der Leidtragende ist Barth gewesen und hat mich mein Gefühl nicht getäuscht, als ich Ihnen meine Ansicht früher schon einmal sagte. Wieder einmal hat er Lehrgeld bezahlen müssen, denn wenn er J. Täufer über 3 Monate lang umsonst durchgefüttert hat und mit Bureaumiete, Druckkosten und sonstigen Unkosten etwa 1000 M Schaden erlitten hat, so ist aber seine Leichtgläubigkeit und seine Sehnsucht nach materiellen Erfolgen daran schuld.“51

Die Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“ verschwand danach sang- und klanglos in der Bedeutungslosigkeit, bis sie von Pauwels und Bergier wieder zu einem „phantasievollen“ Leben erweckt wurde.

Die Astrologie. Monatsschrift für theoretische und angewandte Astrologie. Berlin 1927 – 1938. (Die Astrologie erschien als Fortsetzung der Astrologischen Blätter die von 1914 – 1927 herausgegeben wurden).

Bahn, Peter; Gehring, Heiner – Der Vril-Mythos. Eine geheimnisvolle Energieform in Esoterik, Technik und Therapie. Düsseldorf 1997.

Barth, Otto Wilhelm (Hg.) – Alchemistische Blätter. Erstes deutsches Fachblatt für alle Gebiete der Alchemie. Monatsschrift für das Gesamtgebiet der Hermetischen Wissenschaft in alter und neuer Zeit. 1. Jg., Berlin 1927. (Fortsetzung:) Archiv für alchemistische Forschung. Alchemistische Blätter. 2. Jg., Berlin 1930.

Birven, Henri – Hain der Isis. Zeitschrift für Magie als Kulturproblem und Weltanschauung. Berlin 1927 und 1930-1931. (Die Jahrgänge 1928 und 1929 sind nie erschienen).

Bulwer[-Lytton], Edward – Das Geschlecht der Zukunft. Roman. Aus dem Englischen von Jenny Piorkowska. Leipzig 1874.

Frère, Jean-Claude: Nazisme et sociétés secrètes. Paris, 1974

Glahn, A. Frank (Hg.) – Astrale Warte. Naturwege der Erkenntnis. Memmingen 1925 – 1937.

Goodrick-Clarke, Nicholas – Im Schatten der schwarzen Sonne. Arische Kulte, Esoterischer Nationalsozialismus und die Politik der Abgrenzung. Wiesbaden 2009.

Helsing, Jan von (d.i. Udo Holey) – Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert oder wie man die Welt nicht regiert. Rhede 1995.

Johannes, Fra – Das neue Gesetz des Wassermann-Zeitalters. In: Saturn Gnosis, Heft 3 Januar 1929, S. 109-114.

Klein, Fritz – Logos und Bios. Die Zweiwertigkeit der Welt als Einheit und Fundament einer noetischen Weltanschauung. Witten 1929.

König, Peter R. – Das Beste von Heinrich Tränker. München 1996.

Ley, Willy – Pseudoscience in Naziland. In: Astounding Science Fiction, Bd. 39. Mai 1947, S. 90–98.

Pauwels, Louis; Bergier, Jacques – Aufbruch ins dritte Jahrtausend. Von der Zukunft der phantastischen Vernunft. Bern, München, Wien 1962.

Ravenscroft, Trevor – Der Speer des Schicksals. Zug 1974

Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“ (Hg.) – Zeitschrift für Weltdynamismus. Streifzüge durch technisches Neuland an Hand von biologischen Symbolen. Berlin 1930. (nur ein Jahrgang?)

Schappeller, Karl – Raumkraft. Ihre Erschließung und Auswertung. Als Handschrift gedruckt. München 1928.

Suster, Gerald – Hitler. Black Magician. London 1981. FN 11 aber: 1996

Täufer, Johannes (d.i. Hans Janik) – Vril. Die kosmische Urkraft. Wiedergeburt von Atlantis. Herausgegeben im Auftrage der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“. Berlin 1930.


1 Stellvertretend sei hier auf die Publikationen des unter dem Pseudonym Jan van Helsing schreibenden Autors Udo Holey hingewiesen. Holey ist ein Anhänger der klassischen Verschwörungstheorien, die er in seinen Büchern ausgiebig verbreitet. Nach seinen Darstellungen bekamen die Vril-Anhänger ihre Anweisung per Telepathie aus dem Sonnensystem Aldebaran, das 68 Lichtjahre von der Erde entfernt existieren soll. Durch diese Kundgaben wurden Pläne für den Bau von Ufo ähnlichen Flugmaschinen übermittelt, die heimlich von den Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges gebaut wurden.

2 Eine erste Monographie zu dem Thema verfassten: Bahn / Gehring – Der Vril-Mythos. Düsseldorf 1997.

3 Bulwer-Lytton – Das Geschlecht der Zukunft. Leipzig 1874, S. 45f.

4 Vgl. zu den Möglichkeiten der Vril-Kraft: Bulwer-Lytton – Das Geschlecht der Zukunft. Leipzig 1874, S. 119ff. und S. 173f.

5 Der Buch erschien 1962 unter dem deutschen Titel: Aufbruch ins dritte Jahrtausend. Von der Zukunft der phantastischen Vernunft.

6 Ley ist erst 1935 in die USA emigriert. Vgl. Goodrick-Clarke, Nicholas – Im Schatten der schwarzen Sonne. S. 233.

7 Pauwels/Bergier – Aufbruch ins dritte Jahrtausend. S. 304.

8 Karl Haushofer war ein bedeutender Exponent der Konservativen Revolution und seit 1919 mit Rudolf Heß, dem Stellvertreter des Führers, befreundet. Von Pauwels und Bergier wurde Haushofer zum großen Magier hinter Hitler stilisiert. Das Problem dabei ist nur, dass eine „okkulte“ Beziehung zwischen ihm und Hitler überhaupt nicht nachgewiesen werden kann. Seine angebliche Reise mit Gurdjieff nach Tibet, von wo er die Sage von einer in der Wüste Gobi unterirdisch lebenden menschlichen Gesellschaft mitgebracht haben soll, ist ebenso nicht nachweisbar. Diese Behauptung wurde von dem französischen Schriftsteller Jean Claude Frère (Nazisme et sociétés secrètes, S. 104) ins Leben gerufen. Auch die angeblich im Jahr 1923 gegründete esoterische Gesellschaft tibetischer Prägung, die mit der Thule-Gesellschaft in Verbindung gestanden haben soll, ist eine von Okkult-Autoren aufgestellte Behauptung. Jan van Helsing geht mit seinen Behauptungen noch weiter. Er schreibt: Haushofer „knüpfte während des Ersten Weltkrieges Kontakte mit einer der einflussreichsten Geheimgesellschaften Asiens: den ›Gelbmützen‹. […] Haushofer wurde eingeweiht und schwor, wenn seine ›Mission‹ misslingen sollte, Selbstmord zu begehen. Die Kontakte zwischen Haushofer und den Gelbmützen führten dazu, dass sich in den zwanziger Jahren tibetische Gemeinden in Deutschland bildeten. (Helsing – Geheimgesellschaften. S. 104).

Ley – Pseudoscience in Naziland. 1947, S. 92.

10 Ravenscroft, Trevor – Der Speer des Schicksals. S. 251f.

11 Suster, Gerald – Hitler. Black Magician. London 1996, S. 118ff.

12 Die Angaben finden sich in der Astrologie-Zeitschrift: Glahn, A. Frank (Hg.) – Astrale Warte. Naturwege der Erkenntnis. 6. Jg., Heft 9 (Dezember 1930), S. 309.

13 Vgl. die Einladungen für die I.T.V. Veranstaltungen vom 10.12.1906, 11.2.1907 und 18.3.1908.

14 Unter dieser Adresse gibt es ein Kaufvertrag zwischen O. W. Barth und Hugo Vollrath vom 2. Okt. 1913. Darin verkaufte Barth an Vollrath das Verlagsrecht an der Broschüre Parsifal von Kurt Siegfried Uhlig. Ein möglicher Zusammenhang mit dem von 1922-1931 in Leipzig, Windmühlenstraße existierenden Otto Wilhelm Barth-Verlag (Inhaber Ernst Rainer Wunderlich) mit Barth selbst, konnte nicht geklärt werden. Es liegt jedoch der Verdacht nahe, dass es sich hierbei um den ehemaligen Leipziger Verlag von O. W. Barth gehandelt hat, den dieser vor oder nach seinem Umzug nach München verkauft hat.

15 Recherchen im Münchner sowie im Leipziger Staatsarchiv bezüglich des Jati-Verlages blieben leider erfolglos.

16 O. W. Barth lebte zu dieser Zeit noch in München in der Schellingstraße 61 und Fritz Werles Wohnort lag im hessischen Auerbach in der Villa Erika. Die offizielle Eintragung von Amtswegen erfolgte am 22. Mai 1925. Vgl. StA-München, AG. Mü. Reg.gericht 27.942.

17 In dem Gesellschaftervertrag sind die Rechte an Werken von Surya, am Glahn-Kalender von 1925 und an Haases Schatz des Lebens, die zuvor im Asokthebu Verlag erschienen waren, gesondert aufgeführt. Barth scheint aber der neuen O. W. Barth-Verlag GmbH noch mehr Werke zur Verfügung gestellt zu haben. An Hand eines Bestellformulars des neuen Verlages aus dem Jahr 1925 ergibt sich folgendes Bild. Alle Werke, die zuvor im Asokthebu Verlag publiziert wurden, waren von nun an auch über den O. W. Barth-Verlag erhältlich.

18 Vgl. dazu die Aussage von Karl Germer bei: König – Das Beste von Heinrich Tränker. 1996, S. 42.

19 StA-München, AG. Mü. Reg.gericht 27.942.

20 Max Staack war am 20.3.1923 der Lotus-Gesellschaft beigetreten. Am 27.1.1925 wurde er Mitglied der Pansophischen Loge in Berlin und fungierte am 8.5.1926 als Gründungsmitglied der Fraternitas Saturni. Er war Mitglied der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“.

21 Postkarte von O. W. Barth an Max Staack vom 20. Januar 1926.

22 StA-München, AG. Mü. Reg.gericht 27.942. Der Brief beginnt mit „Anmeldung zum Handelsregister“.

23 Brief von O. W. Barth an Dr. Paul Köthner vom 4. September 1926.

24 Verlag der Alchemistischen Blätter, Berlin SW 68, Schließfach 15. Hinter der Zeitschrift stand die Alchemistische Gesellschaft in Deutschland mit ihrem Sitz in Berlin.

25 Darmstaedter war der Autor von „Die Alchemie des Geber (1922) und einer der Mitbegründer der Paracelsus-Gesellschaft.

26 Die Arbeit erschien zuerst in der Monatschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums (MGWJ) 69 (1925), S. 13-30 und S. 95-110. Barth druckte allerdings nicht Scholems ‘Nachbemerkung’ ab, die ebenfalls in der MGWJ 69 (1925), S. 371-374 erschienen war.

27 Alchemistische Blätter (1928), 1. Jg., Nr. 10/12.

28 Eugen Grosche und Martha Küntzel kannten O. W. Barth persönlich aus der gemeinsamen Zeit in der Pansophischen Loge von Heinrich Tränker. Das Zitat wurde einem Brief von Grosche an Martha Küntzel vom 6.6.1928 entnommen.

29 So jedenfalls bezeichnet es Eugen Grosche in einem Brief an Martha Küntzel am 24.11.1928.

30 Siehe: Hain der Isis, Jg. 1930, Heft 2. Letzte Seite im Anzeigenteil.

31 Die Astrologie. Monatsschrift. 12. Jg., Heft 1 (April 1930), S. 46.

32 Die Astrologie. Monatsschrift. 12. Jg., Heft 2 (Mai 1930), S. 86.

33 Unter dieser Adresse betrieb O. W. Barth sein „Deutsches Verlagshaus für Naturopathie“ und seinen „Otto Wilhelm Barth-Verlag Berlin“.

34 Täufer – Vril, S. 54f.

35 Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“(Hrsg.) – Weltdynamismus, S. 4.

36 Die Astrologie. Monatsschrift. 11. Jg., Heft 12 (März 1930), S. 513.

37 Über das Datum gibt es immer wieder Verwirrungen, doch belegen die historischen Quellen eindeutig den 8. Mai 1926 als Tag der Gründung.

38 Johannes, Fra – Das neue Gesetz des Wassermann-Zeitalters. S. 110f . In: Saturn Gnosis, Heft 3 Januar 1929, S. 109-114.

39 Es ist jedoch äußerst zweifelhaft, ob einer der Genannten, Mitglied in der Reichsarbeitsgemeinschaft gewesen ist. Martha Küntzel, Otto Gebhardi und Karl Germer kann man mit Sicherheit ausschließen.

40 Die Astrologie. Monatsschrift. 11. Jg., Heft 11 (Februar 1930), S. 512. Hier findet sich auch der Hinweis auf Hans Janiks damaligen Wohnort Wien.

41 Die Astrologie. Monatsschrift. 12. Jg., Heft 1 (April 1930), S. 45.

42 Zeitschrift für Weltdynamismus. Offizielles Organ der Reichsarbeitsgemeinschaft „Das kommende Deutschland“, Nr. 1, Berlin 1930, S. 15f.

43 Glahn, A. Frank (Hrsg.) – Astrale Warte. 6. Jg., Heft 5 (August 1930), S. 170.

44 Glahn, A. Frank (Hrsg.) – Astrale Warte. 6. Jg., Heft 5 (August 1930), S. 170f.

45 Glahn, A. Frank (Hrsg.) – Astrale Warte. 6. Jg., Heft 5 (August 1930), S. 184.

46 Glahn, A. Frank (Hrsg.) – Astrale Warte. 6. Jg., Heft 7 (Oktober 1930), S. 235-238.

47 In einem Brief vom 13.11.1930 beschwert sich Glahn bei Max Staack, dass Barth ihm trotz Nachfrage keine Antwort geschickt habe.

48 Der Name von Janiks Geliebter lautete Jarah del Haes. Sie wurde am 12. September 1907 in Berlin geboren. Vgl. dazu: Glahn, A. Frank (Hrsg.) – Astrale Warte. 7. Jg., Heft 1 (April 1931), S. 21.

49 Glahn, A. Frank (Hrsg.) – Astrale Warte. 6. Jg., Heft 9 (Dezember 1930), S. 309.

50 Glahn, A. Frank (Hrsg.) – Astrale Warte. 6. Jg., Heft 10 (Januar 1931), S. 340.

51 Brief von Max Staack an A. Frank Glahn vom 1. November 1930.