Die Gründung der vollkommenen und gerechten, geheimen, mystisch-magischen Loge Fraternitas Saturni

(Auszug aus meinem Buch: Die ersten Jahre der Fraternitas Saturni)

Die Gründung der vollkommenen und gerechten, geheimen, mystisch-magischen Loge Fraternitas Saturni1

Bevor ich näher auf die Gründung der FS eingehe, seien zuvor ein paar Anmerkungen erlaubt. Es ist erstaunlich, dass bis heute die meisten Autoren, selbst FS-Mitglieder, nicht viel über die Gründungszeit der FS wissen. Was bis jetzt darüber in Publikationen kolportiert wurde, fußt auf der vermeintlich historischen Chronik von FS-Meister Giovanni (d. i. Karl Wedler, 1911–2009)2. Ich möchte daher einen kritischen Blick auf Wedlers Ausführung werfen und ein paar Punkte in seiner Ausführung beleuchten. Meister Giovanni beginnt in seiner im Jahre 1959 veröffentlichten Chronik mit der Geschichte einer Bruderschaft des Saturns, die bereits Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts sowohl in Dänemark wie auch in Schweden existiert haben soll. Zu dieser Darstellung ist eine handschriftliche Notiz von O. W. Barth an Eugen Grosche von Interesse. Barth hatte noch vor der offiziellen Erleuchtung der FS in einem Brief folgende Bemerkung an den Rand gesetzt:

Kennen Sie den Aufsatz „Saturnbrüder“ von W. Münster, Kopenhagen in den Astrologischen Blättern[3] vom April 1926?“4

In dem darauf erfolgten Antwortschreiben ging Grosche in einer kurzen Antwort auf Barths Hinweis ein:

Mit dem Verfasser des Artikels „Saturn-Brüder“ in den „Astrologischen Blättern“ haben wir nichts zu tun. Wir kennen ihn und seine Ziele nicht, offenbar handelt es sich hier um eine schriftstellerische Phantasterei, die natürlicherweise ihren guten Gedanken und Kernpunkte hat, aber ausschließlich über phantastische Vermutungen nicht hinausgeht.“5

Umso erstaunlicher ist es, dass die skandinavischen Saturnbrüder dennoch ihren Einzug in die Geschichtsschreibung der FS gefunden haben. Meister Giovanni notierte dazu:

Aus alten Annalen ist bekannt, daß ausgangs des 17. und zu Anfang des 18. Jahrhunderts sowohl in Dänemark als auch in Schweden eine Bruderschaft des Saturn [sic!] bestand. Diese Bruderschaften waren zahlenmäßig nur klein, führten ein verborgenes Dasein und beschäftigten sich hauptsächlich mit Mystik, Alchimie und Esoterik.“6

Die wenigen Dinge, die Giovanni über die Bruderschaft zu berichten hat, überschneiden sich mit Angaben in dem von Grosche als „Phantasterei“ abgeurteilten Artikel in den Astrologischen Blättern. Warum von Giovanni trotz Grosches früherem, abschlägigem Urteil die „Saturnbrüder“ ins Spiel gebracht wurden, liegt im Verborgenen. Der nächste Punkt, dem ich mich in Wedlers „Chronik der Loge Fraternitas Saturni“ kritisch zuwenden möchte, betrifft den Satz:

Im Jahre 1921 gründete der Buchhändler und Redakteur Eugen Grosche im Auftrage des Großmeisters Recnartus vom deutschen Rosenkreuzertum mit sämtlichen ihr angeschlossenen Orden die Pansophische Loge – Orient Berlin.“7

In dieser Darstellung sind zwei entscheidende Fehler enthalten. Zum einen wurde die Pansophische Loge der lichtsuchenden Brüder Orient Berlin nicht 1921, sondern erst am 16. Dezember 1924 gegründet. Zum anderen war Tränker niemals der Großmeister der deutschen Rosenkreuzer, da eine solche Gruppierung überhaupt nicht existierte. Die unterschiedlichen deutschen Rosenkreuzergruppen waren viel zu zerstritten, als dass sie sich auf einen verbindlichen Großmeister hätten einigen können.

Meister Giovanni ist die Quelle für die irritierenden Mitgliederzahlen, die Tränkers Pansophische Bewegung verlassend, Grosche in die Fraternitas Saturni gefolgt sein sollen. Laut Wedler sind „1/3 der früheren Mitglieder nicht gewillt gewesen“, Grosche zu folgen. Die überwiegende Mehrheit von „ca. 40 Mitgliedern“8 wäre ihm jedoch treu geblieben. Diese Zahlen geistern seitdem durch verschiedene Publikationen. Adolf Hemberger, dessen ungenannte Quelle Meister Giovanni war, sprach daher ebenfalls von „etwa vierzig Mitglieder[n]“9, die sich für die FS entschieden hätten und von zwanzig Mitgliedern, die nicht in die FS eingetreten wären10. Friedrich Wilhelm Haack spricht wiederum von „fünf Fratres“11, die die FS gegründet hätten. Beide Zahlenangaben klaffen, für jeden ersichtlich, weit auseinander. Dies liegt an dem Gründer der FS, Eugen Grosche, selbst. Genaue Zahlen wollte er nicht publizieren und streute zudem in der Öffentlichkeit Gerüchte, die seiner neuen FS eine größere Anhängerschaft zubilligten12. Interne Dokumente, die in den Archiven erhalten geblieben sind, geben jedoch Antwort auf die Frage nach der wahren Zahl der überwechselnden Logenmitglieder. Ein in den Akten befindlicher „Entwurf einer Neugliederung des COLLEGIUM PANSOPHICUM“, der an Grosche adressiert war, ist hierbei von großer Bedeutung. Darin wird berichtet, dass das Collegium kurz vor seiner Auflösung „noch aus 7 geweihten Brüdern“ bestand, deren „Namen unbekannt bleiben müssen.“ Für uns sind die Namen jedoch nicht mehr unbekannt. Es waren:

  1. Albin Grau
  2. Ernst Otto Franck
  3. Eugen Grosche
  4. Max Staack
  5. Hans Müller
  6. Artur Schumacher
  7. Joachim Winckelmann

Wie wir aus dem vorherigen Kapitel wissen, waren Albin Grau und Ernst Otto Franck bei der Gründung der FS nicht mehr mit von der Partie. Folgerichtig schrumpfte die Zahl der Fratres auf fünf Personen zusammen.

Eugen Grosche [Fra Gregorius]

Max Staack [Fra Maacks]

Hans Müller [Fra Johannes]

Artur Schumacher [Fra Erasmus]

Joachim Winckelmann [Fra Angulus]

Nur diese fünf ehemaligen Pansophen bildeten den wahren Kern bei der Erleuchtung der FS. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Logennamen, die die fünf Gründerväter in der FS verwendeten, Überbleibsel der Pansophischen Loge waren.

Ein weiteres Überbleibsel der aufgelösten Pansophischen Loge der lichtsuchenden Brüder Orient Berlin waren die Neophyten im Vorhof der Loge, die noch nicht in den inneren Kreis aufgenommen worden waren13. Auf sie hatte Grosche von Anfang an ein Auge geworfen. Sie sollten die neu gegründete FS zahlenmäßig auf einen Schlag nach oben schnellen lassen. Wer dies im Einzelnen war, kann nicht abschließend gesagt werden, denn die Aktenlage ist in diesem Punkt möglicherweise lückenhaft. Es gibt zwar ein frühes Mitgliederverzeichnis und Personalakten der FS, genauso wie von der Pansophischen Loge, aber inwieweit diese vollständig sind, kann nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden14. Es könnte gut sein, dass ein Teil der Akten kriegsbedingt zerstört worden ist. Auch ist denkbar, dass durch die Beschlagnahmung der Akten durch die Gestapo, die spätere Verschleppung der Unterlagen durch die russische Armee nach Moskau wie auch bei deren Rückführung in die ehemalige DDR Bestände auseinandergerissen wurden15.

Trotz der Unsicherheiten mit den Personalakten kann man für die Gründung der FS relativ sicher eine Aussage hinsichtlich der übernommenen Neophyten machen. Es existiert ein Brief von Eugen Grosche, der uns Auskunft über die Zahl der betreffenden Neophyten gibt. Das diesbezügliche Schreiben vom Meister vom Stuhl war an Max Staack (d. i. Fra Maacks) adressiert. Darin schrieb Grosche:

Da wir am Sonnabend [d. i. 8. Mai 1926] sämtliche Neophyten in die Loge aufnehmen wollen, so bekommen wir doch wieder einen Kreis von ca. 15 Personen.“16

Aus berufenem Munde haben wir nun die Bestätigung, dass die in der Literatur herumgeisternden Zahlen der angeblichen Gründungsmitglieder falsch sind. Um uns der Frage zu nähern, wer sich nun mit bürgerlichem Namen hinter den 17 Neophyten verbarg, kommt uns eine Liste zu Hilfe. In den Archivbeständen existiert nämlich ein Namensverzeichnis der Neophyten, die mit der Pansophischen Loge der lichtsuchenden Brüder Orient Berlin in Verbindung standen. Ich gebe die Liste so wieder, wie man sie im Archiv einsehen kann:

Neophyten

Georg Dick 17.2.70 Berlin S Jacobikirchstr. 6

Paul Fuhrmann Berlin NW Thomasiusstr. 26 IV

Friedrich Kluge 16.3.88 Berlin W 35 Flottwallstr. 9 II

Otto Bethke 28.7.01 Neukölln Steinmetzstr. 39

Paul Schneider 10.1.69 Wilsnack Kolonie 5. Am Park 2

(Berlin Schöneberg Torgauerstr. 8)

Alfred Piskorski 29.6.70 (Berlin Schöneberg Martin Lutherstr. 44)

Berlin W Courbière Str. 14

Normann Sigbert Berlin W Ludwigskirchstr. 70a IV

Elisabeth Fuhrmann Berlin NW: Thomasiusstr. 26 IV

Klara Dreier 6.8.86 Berlin W Lützowstr. 78

Elisabeth Nadorff Berlin W Eisenacherstr. 11b IV

Else Wissmann 16.7.97 Berlin Weißensee Sedanstr. 61

Berlin Strabauerstr. 44/45

Deutscher Beamten Waaren Versorgung

Artur Schumacher 27.10.98 Berlin Wilmersdorf Kaiser Allee 181

Gustav Stabenow 27.11.65 Berlin Wannsee Dreilindenstr. 1

Otto Beier 7.8.70 Neukölln Boddinstraße 27

Johanna Wildt 21.5.1900 Berlin N Stettinerstr. 53 Kindergarten

[Willy] Schlaich

[Henrik] Hunwaldt 24.7.08

A. Laubsch Berlin Potsdamerstr. 121

Maja Schuffelhauer Berlin W Motzstr. 70

Richard Lübeck Berlin Steglitz Mommsenstr. 45

A[ugust] Müller Berlin N 58 Schönhauser Allee 73

Hedwig Ziemann Berlin W 30 Bayreutherstr. 18

Magda Boldt Berlin Dahlem Werderstr. 12 II

Paul Bohn Berlin

Rud. Pfeiffer Berlin O Liebigstr. 6

Joh[ann] Wolf Berlin SW Hallesches Ufer 9

Die Personen, deren Namen durchgestrichen sind, hatten Grosche bereits im Vorfeld mitgeteilt, dass sie nicht in die FS überwechseln wollten. Ob die restlichen Neophyten alle in die FS wechselten oder ob sie erst nach Erstellung der Liste ihren Austritt erklärten, ist nicht bekannt. Im ersten Mitgliederverzeichnis der FS tauchen nur 17 Namen aus dieser Neophyten-Liste wieder auf. Sicher identifiziert als ehemalige Neophyten und danach als neue FS-Logenmitglieder sind:

Otto Bethke

Paul Bohn

Magda Boldt

Klara Dreier

Henrik Hunwaldt

Friedrich Kluge

Richard Lübeck

August Müller

Rud. Pfeiffer

Alfred Piskorski

Willy Schlaich

Paul Schneider

Maja Schuffelhauer

Artur Schumacher

Else Wissmann

Johann Wolf

Hedwig Ziemann

Als Resümee kann man sagen, dass sich die FS anfänglich aus insgesamt 22 Personen zusammensetzte. Es wird durch die Archivalien für jedermann ersichtlich, dass die von Meister Giovanni ins Spiel gebrachte Zahl „40“ nicht viel mit der Realität zu tun gehabt hat.

Um nun wieder zu den Angaben von Meister Giovanni (d. i. Karl Wedler) zurückzukehren, möchte ich einen Punkt ganz besonders hervorheben. Es ist das von ihm in die Welt gesetzte, falsche Gründungsdatum der FS. Laut Wedler erfolgte die offizielle Erleuchtung der Fraternitas Saturni zu Ostern 192817. Doch diese Behauptung ist nachweislich falsch!

  • Das Gründungsdatum der Fraternitas Saturni ist und bleibt offiziell: Samstag, der 8. Mai 1926.

Es liegt der Verdacht nahe, dass Meister Giovanni, der erst nach dem Zweiten Weltkrieg Mitglied der FS wurde, einfach Daten durcheinandergebracht hat. Am Gründonnerstag 192618, dem Tag vor Karfreitag, fand die Schließung der Pansophischen Loge der lichtsuchenden Brüder Orient Berlin statt. Warum Wedler die Gründung der FS auf diesen Tag und auch noch zwei Jahre später datiert hat, weiß nur er allein. Da er weder an dem einem noch an dem anderen Datum persönlich teilgenommen hatte, beruhte seine fälschliche Darstellung nur auf Hörensagen. Er konnte sich bei seiner Behauptung nicht auf Originaldokumente berufen, da diese zu jener Zeit noch unzugänglich in DDR-Archiven lagerten. Meister Giovannis angeblichem Gründungsdatum widersprechen eindeutig die historischen Quellen, wenn auch die meisten Autoren aufgrund der fehlenden Archiveinsicht bis heute hartnäckig etwas anderes behaupten.

Zwei weitere Punkte, die belegen, dass der 8. Mai 1926 das korrekte Gründungsdatum ist, sind heute ebenfalls für jeden in den Archiven einsehbar. Der eine betrifft die von der FS gewählte astrologische Verschlüsselung des Datums, auf das ich in meinem Buch ausführlich eingehe. Soviel sei jedoch gesagt, der hierfür gewählte Startpunkt ist ohne jeden Zweifel der 8. Mai 1926. Den anderen Beleg, dass Meister Giovanni sich irrte, kann man ebenso in den erhalten gebliebenen Akten sehen oder besser gesagt nicht sehen. In keiner der zahlreichen von Grosche seit 1926 erstellten Personalakten findet sich auch nur ein Hinweis auf eine spätere Gründung der FS. Das Wedler-Datum ist in Archivbeständen nicht existent! Im Gegensatz dazu finden sich zahlreiche Briefe aus dem Jahr 1926, die auf die Gründung eingehen. Die Aktenlage ist in diesem Punkt eindeutig!

Meister Giovannis Chronik ist noch in einem weiteren Punkt ungenau. Er behauptete:

Im Jahre 1933 wurden die Fraternitas Saturni sowie alle anderen einschlägigen okkulten Logen, Gesellschaften und Vereinigungen durch die NSDAP verboten.“19

Diese Darstellung, die auf einer Behauptung von Eugen Grosche selbst beruht20, ist historisch gesehen falsch. Die Nationalsozialisten schufen sich 1933 erst die gesetzlichen Grundlagen zur Schließung freimaurerähnlicher Organisationen, zu der die FS in ihren Augen zählte. Nach Grosches eigener Darstellung soll seine Okkulte Buchhandlung „Inveha“ angeblich 1933 auf Betreiben staatlicher Stellen hin geschlossen worden sein21. Diese Aussage impliziert für den Betrachter, bedingt durch die damaligen Zeitumstände, dass es sich bei der Schließung um einen Akt der neuen nationalsozialistischen Regierung gehandelt haben müsste. Ob die Vermutung wirklich so stimmt, muss bezweifelt werden, denn es gibt zwei Belege, die eindeutig gegen eine Schließung durch die Nationalsozialisten sprechen. Zum einen findet sich bereits im Adressbuch des deutschen Buchhandels22 aus dem Jahre 1933 der Hinweis, dass die Okkulte Buchhandlung „Inveha“ erloschen sei. Wenn man bedenkt, dass das Adressbuch meist gegen Ende des vorhergehenden Jahres herauskam, in unserem Falle also 1932, so spricht dies eindeutig gegen einen politischen Akt der neuen Regierung. Zum anderen gibt es ein Flugblatt von Eugen Grosche, das belegt, dass die Schließung der okkulten Buchhandlung aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten erfolgte23.

Die FS war von der Aufgabe der Buchhandlung nicht betroffen und arbeitete unbehelligt mindestens bis zum März 1934 weiter. Das belegen wiederum offizielle Schriftstücke der Loge in den Archiven24. Ob die FS sich im Jahre 1934 möglicherweise selbst auflöste oder wie die Pansophische Bewegung von Heinrich Tränker im Oktober 1934 zwangsgeschlossen wurde, kann bis jetzt nicht mit Sicherheit gesagt werden.

1 Nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet sich die FS als eine gerechte, erleuchtete, geheime, rituelle und magische Loge. Eine Erläuterung dieser Bezeichnungen findet man bei: Gregorius – Über den organisatorischen Ausbau der Loge und den Graduierungsplan der „Fraternitas Saturni“. In: Blätter für angewandte okkulte Lebenskunst, XIV. Jg. 1963, Heft 154 (Januar), S. 4 f. Eine etwas abweichende Erklärung findet sich bei: Hemberger – Documenta et Ritualia Fraternitas Saturni (1977), Bd. 1 a, Bl. 113.

2 Siehe: Giovanni – Chronik der Loge „Fraternitas Saturni“. In: Blätter für angewandte okkulte Lebenskunst, X. Jg. 1959, Heft 109 (April), S. 8–11. Wedlers Darstellung wurde in den Jahren danach immer wieder als Separatdruck veröffentlicht.

3 Der Aufsatz von Münster – Die Saturnbrüder. In: Astrologische Blätter, 8. Jg. 1926, Heft 1 (April), S. 22–26.

4 Postkarte von O. W. Barth an Grosche vom 28. April 1926.

5 Undatierter Brief von Grosche an O. W. Barth vermutlich vom März 1926.

6 Giovanni – Chronik der Loge „Fraternitas Saturni“. In: Blätter für angewandte okkulte Lebenskunst, X. Jg. 1959, Heft 109 (April), S. 8.

7 a. a. O., S. 8–9.

8 a. a. O., S. 10.

9 Hembergers Quelle ist eindeutig „Meister Giovanni“. Dieser hatte in den Blättern für angewandte okkulte Lebenskunst, X. Jg. 1959, Heft 109 (April), S. 10 diese falsche Zahl ins Spiel gebracht.

10 Hemberger – Pansophie und Rosenkreuz, Bd. 1. (1974), S. 20.

11 Haack – Die Fraternitas Saturni (1977), S. 18. Möglicherweise bezieht sich Haack auf die Gründungsurkunde, welche von Fra. Gregorius, Fra. Maacks, Fra. Johannes, Fra. Angelus und Fra. Erasmus unterzeichnet wurde.

12 Grosche sprach nebulös von 2/3 der Mitglieder, die in die FS übertraten. Siehe: Grosche – Bericht über die „Geheim-Konferenz im Jahre 1926 in Thüringen.“. In: Sonderdruck Nr. 2. Privatdruck der Fraterschaft der Loge „Fraternitas Saturni“, nicht nummeriertes Blatt 3–8.

13 Tränker gab eine Karenzzeit von drei Jahren für Neophyten an, bevor sie in eine Loge aufgenommen werden sollten.

14 Für die erhalten gebliebenen Personalakten der FS-Mitglieder ergibt sich folgendes Bild: Zahlreiche Akten dürften vollständig sein, bei anderen existiert zwar die handschriftlich beschriftete Mappe mit dem Logennamen, der Inhalt ist jedoch sehr dürftig. So z. B. bei Eugen Grosche, bei dem eindeutig ein Teil seiner Akte fehlt.

15 Dafür spricht, dass Teile der Personalakten der Pansophischen Loge im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz wie auch im Bundesarchiv in Berlin lagern.

16 Brief von Grosche an Staack vom 4. Mai 1926.

17 Siehe dazu die von Wedler als Meister Giovanni verfasste Chronik der Loge „Fraternitas Saturni“. In: Blätter für angewandte okkulte Lebenskunst, X. Jg. 1959, Heft 109 (April), S. 10.

18 So berichtet es auch Eugen Grosche in einem Brief an B. von Szemerey am 5. Mai 1926.

19 Giovanni – Chronik der Loge „Fraternitas Saturni“ (1959), S. 10.

20 Das Zitat von Eugen Grosche lautet: „Die Fraternitas Saturni wurde 1933 laut Ministerialblatt von der Nazi-Regierung offiziell verboten, 1950 aber von Mstr. Gregorius nach seiner Rückkehr aus dem Exil wieder eröffnet.“ Gregorius – Über Geheimlogen der Neuzeit. In: Blätter für angewandte okkulte Lebenskunst. Heft 77 (August 1956), S. 3. Die von Grosche angegebenen Daten sind teilweise falsch, wie ich noch ausführen werde.

21 Diese Aussage findet sich in einem Schreiben eines Mitarbeiters der Reichsschrifttumskammer vom 7. Mai 1942, der über die Aufnahme von Grosche in die Kammer entscheiden sollte.

22 Börsenverein der deutschen Buchhändler zu Leipzig (Hrsg.) – Adressbuch des deutschen Buchhandels 1933. 95 Jg. o. J.

23 Eine Abbildung des Flugblattes befindet sich in dem Kapitel 10: Eugen Grosche und die FS in den 30er-Jahren.

24 Der Brief an Fra. Chonau (d. i. Gottlieb Janousek) stammt aus dem 8. Jahre des Erkennens (Mai 1933 – Mai 1934) und ist handschriftlich datiert mit 25. März 1934. Aus einem Brief vom FS-Logenarchivar an Friedrich Lekve vom 2.2.1934 ist belegbar, dass die FS sogar am 10. Februar 1934 noch eine Aufnahmeloge abhalten wollte.